Sulfer (Schwefel) als Homöopathisches Mittel

Homöopathie

Sulfur, besser bekannt als Schwefel, kommt in der Erdkruste vor. Schwefel wurde bereits vor 3000 Jahren zu Heilzwecken verwendet. Gereinigter Schwefel, der in der Homöopathie verwendet wird, wird als Schwefelblüte bezeichnet. Das Mittel kommt bei vielen Hautkrankheiten zum Einsatz.

Sulfur regt die Selbstheilung an

Sulfur ist immer dann das richtige Mittel, wenn Krankheiten bereits chronisch geworden sind. Es regt die Heilung von innen nach außen an und gilt als „Reaktionswecker“ wenn Krankheiten lange durch Medikamente unterdrückt wurden. Die Entgiftung der inneren Organe erfolgt über die Haut. Das kann zu Ausschlägen führen. Diese Reaktion wird als „Erstreaktion“ bezeichnet.

Für wen passt das Mittel?

Menschen, die mit Sulfur erfolgreich behandelt werden können, sind wie ein zerstreuter Professor.

  • sehr kreativ
  • egoistisch
  • impulsiv
  • depressiv

Sie sind nicht sehr ordentlich und eigentlich nie pünktlich. Menschen, die auf Sulfur ansprechen, leiden unter langanhaltenden Entzündungen, Ausschlägen und Ekzemen. Kratzen bringt erst Erleichterung. Danach brennt die Haut, aber die Patienten kratzen sich weiter bis die Haut blutet. Als typisches Symptom für die Anwendung von Sulfur werden die heißen Füße des Nachts unter der Bettdecke hervorgestreckt. Die Hände und Füße sind tagsüber währenddessen kalt sind. Alle Körperausscheidungen riechen unangenehm. Heftiger Durchfall treibt Sulfurpatienten morgens aus dem Bett und wechselt sich mit Verstopfung ab. Es besteht ein ausgeprägtes Verlangen nach Süßem. Besonders gegen 11 Uhr am Vormittag muss etwas gegessen werden.

Die Beschwerden werden schlechter durch:

  • Bettwärme
  • Baden
  • Waschen
  • am Vormittag
  • langes Stehen

Besserung tritt durch Bewegung an der frischen Luft ein.

Wann wird Sulfur angewandt?

Sulfur ist bei allen chronischen Krankheiten, denen ein Hautausschlag voraus ging oder die sich mit Hautausschlag abwechseln, angezeigt. Ebenso wirkt Sulfur bei verschleppter Grippe und Bronchitis. Sulfur kann bei

  • trockenen sowie schuppigen Hautausschlägen aller Art
  • Neurodermitis
  • Abszesse, Furunkel, Akne
  • Gehörgangekzem
  • Gerstenkorn
  • Hämorrhoiden
  • wechselnder Stuhlgang
  • Sodbrennen
  • Herzbeschwerden
  • Hitzewallungen
  • Schlafstörungen
  • Restless-Legs-Syndrom

angewendet werden. Das Mittel kommt bei Stoffwechselerkrankungen, Leberleiden und allergischem Heuschnupfen in Betracht. Sulfur hilft dem Körper nach Gaben von Antibiotika und Kortison die Giftstoffe auszuscheiden. Es wird außerdem zur Sanierung des Darms eingesetzt. Kommt die Genesung nach einer Krankheit nur schleppend in Gang und sind Schmerzen und Müdigkeit häufige Symptome, dann ist die Gabe von Sulfur angezeigt.

Die Einnahme langsam beginnen

Zu Vermeidung von Erstreaktionen sollte zu Beginn ein Viertel der normalen Dosis eingenommen werden. Bei guter Verträglichkeit kann die Einnahmedosis täglich um ein Viertel bis zur normalen Dosis gesteigert werden.

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