Phosphorus (Phosphor) als Homöopathisches Mittel

Homöopathie

Phosphorus ist ein Mittel, das bei vielen seelischen und körperlichen Problemen, die im Kindes- und Jugendalter auftreten, eingesetzt werden kann. Es wirkt ausgleichend und aufbauend im Bereich des Nervensystems. In der Homöopathie wird Phosporus oft in Kombination mit anderen Stoffen eingesetzt und bekommt dadurch ein noch breiteres Wirkungsfeld.

Phosphorus passt vor allem auf offene, lebhafte, leicht zu begeisternde, sogenannte „sprühende“ Menschen, die aus sich herausgehen können und meist vielseitig interessiert sind. Durch viele Eindrücke ermüden sie allerdings schnell. Sie sind sensibel und mitfühlend, dadurch beeinflussen alle Geschehnisse die Stimmung sehr stark. Gerät solch ein Mensch aus dem Gleichgewicht, zeigt er das Bild der „reizbaren Schwäche“. Phosphorus kann gut nach geistiger, seelischer und körperlicher Überanstrengung eingesetzt werden, um hier den gesunden Normalzustand wieder herzustellen.

Einsatzgebiet bei seelischen Verstimmungen

Patient ist sehr reizbar, nervös, wird ärgerlich beim geringsten Anlass, es kommt leicht zu Zornausbrüchen. Er ist überempfindlich gegen Geräusche (auch Musik), Gerüche und Licht. Dämmerung / Zwielicht mag er gar nicht. Er zeigt auffällige Furcht oder gar Angst vor Dunkelheit und Gespenstern oder Geistern, Krankheit und Gewittern. Er hat eine ausgesprochene Abneigung gegen geistige Beanspruchung, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, wird leicht müde und fühlt sich schnell schwach und zittrig nach jeder Anstrengung. Die Stimmung kann stark niedergeschlagen bis apathisch sein mit gleichzeitiger Unruhe (Patient will trotz Erschöpfung nicht im Bett liegen bleiben, kann nicht auf der linken Körperseite liegen). All diese geschilderten Zustände treten sehr plötzlich auf.

Einsatzgebiet bei körperlichen Beschwerden

Brennenden Schmerzen aller Art und Brennen der Haut (vor allem an Füßen und Fußsohlen).
Kopfschmerzen, Schwindel und Sehschwäche nach geistiger Überanstrengung (auch bei „Schulkopfweh“).
Phosphorus wird bei verstärkter Blutungsneigung eingesetzt, z. B. Nasenbluten, blutendem Zahnfleisch oder nach dem Zahnziehen, bei allen stark blutenden Wunden. Auftretende Schwäche durch den Verlust von Körperflüssigkeiten, (z. B. Blutverlust nach Unfall oder Operation, Wassermangel nach starkem Durchfall und Erbrechen) wird durch Phosphorus schnell behoben.

Folgende entzündlichen Erkrankungen können mit Phosphorus behandelt werden: vor allem Nerven-Entzündungen mit brennenden Schmerzen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen und Schnupfen, Kehlkopfentzündung, Bronchitis, Bronchial-Asthma (das bei Wetterwechsel oder feucht-warmer, gewittriger Wetterlage schlimmer wird), im Bereich des Herzens Herzmuskel- und Herzbeutel-Entzündung (auch nervöse Herzbeschwerden).

Ein wichtiges Anwendungsgebiet ist auch der Magen-Darm-Bereich: bei Magen- und Darm-Entzündungen mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung. Zittrige Schwäche bei leerem Magen, Verlangen nach kalten Getränken, die aber nicht vertragen und oft erbrochen werden. Heißhunger (auch nachts), aber Appetitmangel, sobald die Nahrung angeboten wird. Ekel, Übelkeit und Brechreiz beim Anblick oder Geruch von Speisen.

Weitere Homöopathische Mittel

Foto: © Sonja Birkelbach – Fotolia.com