Belladonna (Tollkirsche) als Homöopathisches Mittel

Tollkirsche

Eines der bekanntesten homöopathischen Mittel ist die schwarze Tollkirsche, auch Belladonna genannt. Diesen Namen erhielt das naturheilkundliche Arzneimittel, weil bereits im Mittelalter die Damen der Oberschicht eine kosmetische Wirkung der hoch giftigen Pflanze kannten: bei Einnahme geringer Menge vergrößert die Tollkirsche die Pupillen, so wurden sie im Sinne der Schönheitsideale zur „bella donna“, zur schönen Frau.

Heute weiß man, dass die Tollkirsche bereits nach Einnahme weniger Früchte tödlich wirken kann. Jedoch macht sich die Homöopathie genau diese giftige Wirkung in stark verdünnter Form zunutze, und setzt für Krankheitssymptome genau die Gifte stark verdünnt ein, die solche Symptome bei unkonzentrierter Einnahme hervorrufen würden.

Belladonna – Der Allrounder unter den Naturheilmitteln

Belladonna hat den Ruf einer schnellen Wirkung. Gerne wird das Mittel zur Bekämpfung von Erkältungskrankheiten aller Art eingesetzt. Zur Senkung von Fieber ist Belladonna hoch bewährt, trockener Reizhusten, der sich fast bellend bemerkbar macht und sich nachts verschlechtert, wird von diesem homöopathischen Mittel wirkungsvoll bekämpft. Ebenso Keuchhusten, Schnupfen, Halsschmerzen und Mandelentzündungen. Auch Asthma wird durch Belladonna gelindert, in leichten Fällen sogar gänzlich geheilt. Gichtanfälle, die durch Wärme gelindert werden, sind mit Belladonna ebenso behandelbar wie diverse Koliken im Magen- und Darmbereich oder Nierenentzündungen. Auch Insektenstiche, Entzündungen auf der Haut oder im Mund- und Rachenbereich sind mit Belladonna ebenso behandelbar, wie Insektenstiche und Sonnenbrand. In der Augenheilkunde verwendet man das homöopathische Mittel zur Heilung einer Bindehautentzündung. Bei Kopfschmerzen, auch solchen die mit Licht- und Geräuschempfindlichkeit einhergehen, kommt Belladonna ebenfalls häufig und wirkungsvoll zum Einsatz.

In der Frauenheilkunde nimmt man Belladonna bei Beschwerden während der Periode, bei einsetzenden Wehenschmerzen oder bei Brustentzündungen.

Bei Kindern und Babys verwendet man Belladonna bei allen gängigen Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Scharlach oder auch bei Zahnungsbeschwerden. Teenagern wird Belladonna bei Akne empfohlen.

Bei Furunkeln und Abszessen ist Belladonna ein bewährtes Mittel. Herzrasen, Ruhelosigkeit und Schlafstörungen gehören zu den Missständen, die durch Belladonna behoben werden können.

Kleine Kügelchen – Große Wirkung

Interessant ist die Einnahme aller homöopathischer Mittel, weil die Wirkung viele verschiedene Krankheitssymptome abdeckt, ohne Nebenwirkungen zu zeigen. Und nicht immer wirken Heilmittel aus der Natur- und Pflanzenkunde langsam, wie ihnen häufig nachgesagt wird. Belladonna wirkt schon nach einigen wenigen Einnahmen effektiv, besonders bei Schmerzen und grippalen Infekten.

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