Pulsatilla pratensis (Kuhschelle) als Homöopathisches Mittel

Kuhschelle

Pulsatilla, oder auch Kuhschelle, gehört zu einem der wichtigsten Mittel in der frühen Kindheit. Fieber, Ohrenschmerzen und Weinerlichkeit zeigen sich über das sanfte Gemüt der betreffenden Person. Insofern reagieren auch Frauchen mit friedvollem Charakter zum Personenkreis, die gut auf Pulsatilla pratensis ansprechen.

Allgemeines zum Arzneimittelbild

Pulsatilla pratensis ist in der Homöopathie ein bewährtes Mittel aus der Welt der Pflanzen. Allgemein wird es auch als Kuhschelle oder Küchenschelle bezeichnet. Besonders Müttern mit kleinen Kindern ist Pulsatilla gut bekannt als ein wirksames Mittel bei Fieber und großer Weinerlichkeit. Aufgrund dessen ist die geistige Verfassung eines der wichtigsten Leitbilder auf der Suche nach dem richtigen Mittel. Kinder möchten ungern allein sein und suchen viele Liebkosungen. Frauen mit sanften und nachgiebigen Charakteren sprechen daher auf dieses Mittel ebenso gut an.

Wirkungsweise und Anwendungsgebiete

Die Wirkung basiert auf dem enthaltenen Stoff Protoanemonin, der in der frischen Pflanze stark giftig ist. Zur Herstellung des Mittels werden die Pflanzenstiele getrocknet und weiterverarbeitet.
Vornehmlich wird Pulsatilla bei Fieber in Verbindung mit Ohrenschmerzen bzw. Ohrenentzündungen verwendet. Die Schmerzen können z.B. nach einem Aufenthalt im Freien auftreten, der mit einem Wetterwechsel verbunden ist. Darüber hinaus:

  • bei Schnupfen
  • bei der Entzündung von Nasennebenhöhlen
  • bei Augenbeschwerden
  • oder Katarrhe

In der Regel gehen diese Krankheitsbilder mit Fieber und dem entsprechend gedämpften Gemüt einher.

Gelenke

Darüber hinaus eignet sich Pulsatilla pratensis auch bei entzündlichen Prozessen der Gelenke. Typisch für Pulsatilla ist Frösteln, das sich bei Ohrenschmerzen wie auch Gelenkrheumatismus zeigt. Mit dem Frösteln suchen die Betreffenden sogar noch die frische Luft.

Magen- und Darm

Pulsatilla ist ebenfalls bei Magen- und Darmbeschwerden angezeigt. Hier insbesondere dann, wenn eine Abneigung gegen fette oder warme Nahrung besteht. Dazu hält der Geschmack der Nahrung nach dem Aufstoßen lange an. Zusätzlich sind Blähungen, Durchfall oder auch Verstopfung weitere Symptomatiken, die jedoch immer mit dem Charakter abgeglichen werden sollten.

Pubertät und PMS

In der Gynäkologie findet sich Pulsatilla bei schmerzhaft einsetzender Regelblutung ein. Mädchen, die spät in die Pubertät kommen und mit entsprechenden Problemen konfrontiert sind, kann Pulsatilla gute Dienste leisten. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Frauen, die in der PMS-Phase sind und ein Ziehen oder eine Spannung in der Brust verspüren. Dieses Bild ähnelt dem jungen Mädchen in der Pubertät.

Für kleinere Kinder reichen in der Regel die niedrigen D-Potenzen von Pulsatilla pratensis aus. Bei Teenagern und erwachsenen Frauen bestimmt die Intensität der Symptome die Wahl der Potenz. Je schneller Pulsatilla wirkt, um so weniger muss es gegeben werden.

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