Carbo vegetabilis (Holzkohle) als Homöopathisches Mittel

Holzkohle

Carbo vegetabilis, auch Holzkohle genannt, wird überwiegend bei Verdauungsproblemen eingesetzt, aber auch bei Schwächezuständen und psychischem Leiden.

Die Herkunft und Hintergründe

Wenn ausreichend getrocknetes Holz in einem luftdichten Behälter bei 275ºC erhitzt wird, entsteht Holzkohle. Hierbei ist das Kohlengerüst der speziell verkohlten Pflanzenteile mit vielen Poren übersät. Hierdurch haben die Pflanzenteile eine unheimlich große Oberfläche wodurch diese gelöste Stoffe und Flüssigkeiten fest an sich binden. Daher wird dieser Stoff häufig als Filter und Reiniger in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

In früheren Zeiten wurde Holzkohle als Mundspülung angewendet und hauptsächlich gegen Hautgeschwüre eingesetzt. Um jedoch aus der Holzkohle ein wirkungsvolles, homöopathisches Mittel herzustellen, werden Buchen-, Pappel-, oder Birkenholzstücke bis zur Rotglut erhitzt, um sie dann in luftdichten Steingutgefäßen zu lagern. Dieses Produkt wird verdünnt, verschüttet oder verrieben. Auf diese Weise kann die gewonnene Asche im Menschlichen Körper Gifte, Bakterien und Fremdstoffe aufnehmen und sie dann unschädlich machen. Die gebundenen Stoffe können sich allerdings zum Teil auch wieder von der Kohle lösen. Daher ist es bei Vergiftungen ratsam, das sie Kohle den Verdauungstrakt schnell durchläuft. Aus diesem Grund wird Kohle oft mit anderen Substanzen kombiniert, die dann eine abführende Wirkung haben.

Die Anwendung und Wirkung

Vorwiegend ist dieses allbewährte homöopathische Mittel für seine desodorierende und desinfizierende Wirkung bekannt. Daher wird es vorwiegend als Verdauungs- oder Kreislaufmittel verwendet. Durch das praktisch völlig inerte Verhalten, findet Holzkohle gerade in der Homöopathie einen großen Anklang, denn dies ist die wesentliche Ursache für die Unschädlichkeit der Kohle.

Wirkorgane bei der Holzkohle sind das Zentrale Nervensystem und das Blut. Daher findet Holzkohle auch bei Schwächezuständen ihre Verwendung. So ist der durchschnittliche Patient der Holzkohle schwerfällig, dick, gemütlich oder gar chronisch krank. Ob völlige Erschöpfung oder Venen- und Verdauungsschwächen, hier kann das Mittel Carbo vegetabilis Abhilfe schaffen. Carbo vegerabilis ist also ein homöopathisches Mittel, dass in einer großen Bandbreite genutzt wird. Durchfall, Blähungen, Husten, Heiserkeit, Keuchhusten und Krampfadern sind die häufigsten Anwendungsgebiete. In manchen Fällen wird es aber sogar bei einer begleitenden Krebstherapie eingesetzt, hilft bei allergiebedingten Erkrankungen wie Asthma oder hilft dem sehr geschwächten Immunsystem eines Menschen. Besondere Anwendungsgebiete findet das Produkt in dem Bereich eines plötzlichen Gedächtnisverlustes oder starke psychische Stimmungsschwankungen. Oft gehen diese Stimmungsschwankungen einher mit einem Wechsel zu großer Gleichgültigkeit und zu enormer Gereiztheit. Also wird Holzkohle auch für psychosomatische Störungen eingesetzt die eine ähnlich große Bandbreite haben wie die der Körperlichen Ebene.

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