Krankhaftes Schwitzen: Was kann man dagegen tun?

Auch wenn Schwitzen von vielen als unangenehm oder gar eklig empfunden wird, ist es eine absolut natürliche Körperfunktion und dient der Kühlung des Organismus, um ihn vor Überhitzung zu schützen.

Steigt die Körpertemperatur zu stark an, kann dies verheerende Folgen haben. Bekannt ist diese Tatsache im Zusammenhang mit Fieber: Steigt die Körperkerntemperatur über 42 Grad Celsius an, werden wichtige Proteine, meist Enzyme, irreparabel geschädigt und wichtige Körperfunktionen fallen aus. Dies kann tödliche Folgen haben. Doch welches Schwitzen ist normal und ab wann ist es „zu viel“? Und kann man „zu viel“ behandeln?“

Schwitzen und krankhaftes Schwitzen

Wie gesagt, Schwitzen ist normal. Egal ob beim Sport ober bei warmen Sommertemperaturen, der Körper sondert Schweiß über die Haut ab, um die Körpertemperatur durch die Verdunstungskälte zu senken. Schwitzt man jedoch ohne körperliche Betätigung oder bei kühlen Temperaturen stark, spricht man von übermäßigem oder auch krankhaftem Schwitzen. Die Erkrankung wird im Fachbegriff als primäre Hyperhidrose bezeichnet. Sonderformen, die sogenannte sekundäre Hyperhidrose, sind starkes Schwitzen als Nebenwirkung von Medikamenten oder als Begleiterscheinung von Erkrankungen (zum Beispiel Leukämie) beziehungsweise das hormonell bedingte Schwitzen in den Wechseljahren. Je nachdem, wo man vermehrt schwitzt, werden zwei Unterformen der Hyperhidrose unterschieden:

  • Fokale Hyperhidrose: Das Schwitzen ist hierbei lokal begrenzt, zum Beispiel auf Handflächen, Füße oder unter den Achseln.
  • Generalisierte Hyperhidrose: Bei dieser Unterform schwitzen Betroffene am gesamten Körper sehr stark.

Weitere Informationen zu den einzelnen Formen der Hyperhidrose finden Sie unter www.stark-gegen-schwitzen.de.

Weitere bekannte Auslöser für einen Schweißausbruch können Nervosität (Vorstellungsgespräch, Prüfung) oder auch (zu) scharfes Essen sein.

Diagnose von krankhaftem Schwitzen

Die Diagnose einer Hyperhidrose kann nur ein Arzt stellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Erkrankung zu diagnostizieren, am häufigsten werden folgende eingesetzt:

  • Ausführliches Gespräch, wann die Schwitzattacken vermehrt auftreten, ob andere Familienmitglieder ebenfalls betroffen sind, zum allgemeinen Lebensstil und vieles mehr.
  • Medizinische Tests, zum Beispiel mit Hilfe der Gravimetrie: Bei diesem Verfahren wird der abgesonderte Schweiß über spezielle Filterpapierpads aufgenommen und diese werden anschließend gewogen. Liegt die abgesonderte Menge an Achselschweiß über 50mg/min, spricht man von Hyperhidrose. Für Hände oder Füße gilt ein Richtwert von 20 bis 30mg/min.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Für krankhaftes, auch übermäßiges Schwitzen genannt, gibt es verschiedenste Behandlungsverfahren. Diese reichen von rein äußerlichen Anwendungen bis hin zu operativen Verfahren. Wir haben Ihnen nachfolgend eine Liste der Behandlungsmöglichkeiten zusammengestellt.

Deodorants und Co.: Deodorants und Antitranspirants bekämpfen zwar nicht die eigentliche Ursache des Schwitzens, helfen aber dabei, unangenehme Schweißgerüche zu vermeiden. Auch „Schutzpads“, die im Bereich der Achseln in die Kleidung geklebt werden können, können die Entstehung von Schweißflecken auf der Kleidung eindämmen und Sie fühlen sich frisch und wohl in Ihrer Kleidung.

Botulinumtoxin (Botox): Das aus der Schönheitsindustrie bekannte Nervengift kommt nicht nur gegen Falten und Co. zum Einsatz, sondern kann auch für Hyperhidrose-Patienten eine Behandlungsoption sein. Wird Botox in die Schweißdrüsen injiziert, hemmt es die Schweißproduktion. Nachteile dieser Behandlung sind die vergleichsweise hohen Kosten und die Tatsache, dass die Injektionen sehr schmerzhaft sein können.

Iontophorese: Bei der Iontophorese wird der Körper sozusagen „unter Strom gestellt“. Dies hilft ebenfalls dabei, krankhaftes Schwitzen einzudämmen, auch wenn noch nicht endgültig wissenschaftlich geklärt werden konnte, inwiefern diese Wirkung zustande kommt.

Medikamente: Es gibt mehrere verschreibungspflichtige Medikamente, die ebenfalls dazu eingesetzt werden können, die Schweißproduktion einzudämmen. Häufige Nebenwirkung dieser Medikamente ist Mundtrockenheit. Ihr Arzt oder Apotheker wird Sie auf weitere wichtige Punkte zur medikamentösen Behandlung hinweisen.

Operative Entfernung der Schweißdrüsen: Die operative Entfernung der Schweißdrüsen ist die letzte Möglichkeit, wenn alle anderen Behandlungsmethoden bereits ausgeschöpft sind. Dabei werden die Schweißdrüsen lokal, zum Beispiel unter den Achseln, entweder komplett „herausgeschnitten“ oder im Sinne einer Kürettage abgeschabt oder abgesaugt.

Foto: © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

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