Wege aus der Depression: So gelingen die ersten Schritte

traurige Frau

Der Weg aus der Depression ist nur gemeinsam – mit Hilfe von Experten, Freunden und Angehörigen – zu meistern, aber gestaltet sich oft deswegen so schwierig, weil die Betroffenen selbst nicht wahrhaben wollen, dass sie an einer Krankheit leiden…

Doch gerade deshalb sind sie vor allem auf die Hilfe und Unterstützung ihres Umfeldes angewiesen. Patienten und ihren Angehörigen stehen außerdem verschiedene Möglichkeiten zur erfolgreichen Bekämpfung der Erkrankung offen.

Ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen

Wenn sich Betroffene selbst darüber bewusst werden und eingestehen, dass sie an einer behandlungsbedürftigen Krankheit leiden, haben sie den ersten Schritt auf dem Weg aus der Depression geschafft. Die nächsten Schritte beinhalten das Öffnen gegenüber Vertrauenspersonen und die Inanspruchnahme ihrer Hilfe. Unvermeidlich ist der Besuch beim Arzt, denn nur er kann diagnostizieren, um welche Art von Depression es sich handelt und wie schwer die Erkrankung ist. Der Arzt kann den Patienten gegebenenfalls zum Psychologischen Psychotherapeuten überweisen. Eine leichte bis mittelschwere Depression behandelt der Therapeut häufig mit der kognitiven Verhaltenstherapie. Weitere Möglichkeiten sind die Interpersonelle Therapie und die Psychoanalyse. Bei schwerem Krankheitsverlauf kommt die medikamentöse Therapie mit Antidepressiva hinzu.

Gemeinsam gegen die Depression kämpfen

Depressive fühlen sich oft mit ihrem Problem allein auf der Welt und von allen unverstanden. Sie können auch mit liebevollen, einfühlsamen Angehörigen nicht reden, weil sie überzeugt sind, dass diese ihre Probleme nicht nachvollziehen können. In diesem Fall können Gesprächskreise helfen – unter anderem bei der Gralsbewegung finden Menschen informative Beiträge über die Bekämpfung von Depressionen und Burnout. Regelmäßig informiert die Gralsbewegung via Twitter über verschiedene Gesprächskreise, Vorträge und Seminare.

Eine gesunde Lebensweise führen

Neben der Hilfe durch Ärzte, Therapeuten und Gesprächskreise können Betroffene auch selbst etwas gegen die Depression tun, indem sie ihr Leben bewusster gestalten. Hier ist wieder besonders die Hilfe der Angehörigen gefragt, weil Betroffene häufig keinen Antrieb sehen, selbst gegen die Erkrankung aktiv zu werden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist zwar kein Heilmittel gegen Depressionen, sie kann aber bestimmte Symptome wie Angstzustände, Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen lindern. Zu empfehlen sind Lebensmittel, die B-Vitamine, D-Vitamine, Eisen, Magnesium und Glukose enthalten. Dagegen ist auf Alkohol möglichst zu verzichten. Dies gilt besonders dann, wenn die Patienten Medikamente einnehmen. Zu viel Eiweiß wirkt sich ebenfalls negativ auf den Krankheitsverlauf aus. Eiweiß verhindert, dass der für Glücksgefühle zuständige Nervenbotenstoff Serotonin ins Gehirn gelangen kann.

Zur Verbesserung der Symptome einer Depression können Betroffene außerdem durch Sport beitragen. Regelmäßige Bewegung stärkt nicht nur den Körper und das eigene Selbstwertgefühl, sie fördert auch die Ausschüttung von Endorphinen. Diese Botenstoffe lösen Glücksgefühle aus und gelten daher als natürliche Antidepressiva. Mit Blick auf die körperlichen Bemühungen sollten jedoch die geistigen Faktoren keinesfalls außer Acht gelassen werden – den meisten Menschen helfen vor allem offene Ohren und empathische Worte.

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