Vitamin C: Vom Tagesbedarf bis zur „Überdosis“

Zitrus mit Vitamin C

Der menschliche Körper ist auf eine Vielzahl von Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien angewiesen, um einwandfrei funktionieren zu können. Vitamin C oder auch Ascorbinsäure ist eines davon.

Vitamin C ist ein Allrounder

Ascorbinsäure ist für viele Aufgaben im Körper zuständig. So ist es ein wichtiges Antioxidationsmittel, da es freie Radikale einfängt und unschädlich macht. Es kräftigt aber auch das Bindegewebe, sorgt somit sowohl für eine gute Elastizität der Haut als auch für feste Knochen und Zähne. Vitamin C wirkt außerdem als Gefäßschutz und kann vorbeugend bei Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Bluthochdruck oder Angina Pectoris helfen. Es wirkt weiterhin entgiftend und verbessert die Aufnahme von Kalzium und Eisen, regt die Fettverbrennung in den Muskeln an und steigert die Konzentration.

Der Tagesbedarf

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung hat die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr ermittelt und den durchschnittlichen empfohlenen Tagesbedarf von Vitamin C in einer Tabelle veröffentlicht. Daraus ergibt sich ein Wert

  • für Säuglinge bis 1 Jahr von 50-55 mg
  • für Kinder bis 15 Jahren von 60-100 mg
  • für Jugendliche & Erwachsene von 100 mg.

Dabei handelt es sich aber nur um Richtwerte. Die Werte schwanken je nach Alter, Gewicht und Fitness. Starke Raucher und Schwangere benötigen ebenfalls eine höhere Dosis.

Natürliche Vitaminquellen

Der menschliche Körper kann Vitamin C nicht selbst herstellen. Es muss also mit der Nahrung zugeführt werden. Viele Lebensmittel dienen dabei als Quellen. Viele Süd- und Zitrusfrüchte, aber auch schwarze Johannisbeeren, Sanddornbeeren und Hagebutten beinhalten viel Vitamin C. Aber auch grünes Gemüse, Sprossen, Paprika und sogar Kartoffeln sind gute Vitamin C-Lieferanten. Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich mit einem großen Anteil an frischem Obst und Gemüse ernährt, nimmt somit nachweislich genügend Vitamin C zu sich.

Künstliche Vitaminquellen

Menschen, die sich nicht gesund ernähren oder an Mangelerscheinungen leiden, sollten nach Absprache mit dem Arzt Vitamin C als Nahrungsergänzung in Form von natürlichen Vitamin C-Kapseln oder Sanddornsaft zu sich nehmen. Auf synthetisch hergestelltes Vitamin C sollte allerdings verzichtet werden, da es alleinig in dieser Form in den Körper gelangt und dort nicht richtig verarbeitet werden kann. Zur Verarbeitung verbraucht der Körper zum Überfluss auch noch verschiedene Mineralien, die auf Dauer dem Körper fehlen. Daher schadet künstliche Ascorbinsäure dem Körper eher, als das es nutzt.

Ist eine Überdosis schädlich?

Jeder kennt Vitamin C und weiß auch um dessen Wichtigkeit. Schon als Kind werden wir darauf getrimmt, Vitamin C zu uns zu nehmen. Daher ist Vitamin C auch in jeder Munde. Und das leider auch sehr oft in Form von Brausetabletten oder Kapseln. Doch Vorsicht! Auch wenn ein Zuviel bei der natürlichen Zufuhr von Vitamin C durch die Nahrung im Normalfall nicht schädlich ist, da es wasserlöslich ist und so wieder ausgespült wird, so kann sich eine Überdosierung durch künstliche Ascorbinsäure schädlich auf den Körper auswirken.

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