Eisenmangel: Welche Symptome sind zu erwarten?

Eisen ist für nahezu alle Organismen ein essentieller Nährstoff. Doch was ist zu tun, wenn sich Symptome eines Eisenmangels zeigen? Welche Ursachen liegen einem Eisenmangel zugrunde? Um diese Fragen klären zu können, ist es zunächst einmal notwendig, die Funktionen des Spurenelements Eisen im Körper zu kennen.

Was macht Eisen im Körper?

Eisen ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, das für den Sauerstoff-Transport im Körper zuständig ist. Zudem kommt es auch im Myoglobin vor, wo es für die Speicherung von Sauerstoff verantwortlich ist und in etlichen Enzymen. Eisen ist für den gesamten Energiestoffwechsel und die Immunfunktionen des Körpers unentbehrlich. Umso anschaulicher erscheint nun, dass ein Eisenmangel ernsthafte gesundheitliche Beeinträchtigungen und Symptome auslösen kann.

Die Symptome reichen von Blässe der Haut, brüchigen Nägeln, Haarausfall über Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel bis hin zu einer ernsthaften Belastungs-Atemnot bei fortgeschrittener Eisenmangelanämie.

Wie viel Eisen brauchen wir?

Da nur 10 bis 15% des Eisens, das dem Körper täglich zugeführt wird, letztendlich auch resorbiert werden, wird für Männer eine tägliche Eisen-Aufnahme von 10 mg, für Frauen sogar von 15 mg empfohlen. Schwangere sollten noch mehr Eisen zuführen, bis zu 30 mg pro Tag. Die Einnahme von Eisenpräparaten darf nicht ohne einen bestehenden, ärztlich abgeklärten Eisenmangel erfolgen, da es leicht zu Überdosierungen mit schwerwiegenden Folgen kommen kann. Liegt der Verdacht auf einen Eisenmangel nahe, sollte ein Arzt mittels einer Blutuntersuchung den Ferritinwert bestimmen.

Erhärtet sich dann der bestehende Verdacht auf eine Eisenmangelanämie, ist die nachfolgende Behandlung von der Schwere des Mangels abhängig. Bei einer schweren Eisenmangelanämie kommt häufig nur eine medikamentöse Therapie mittels Infusionen oder Tabletten in Betracht. Kann der Mangel durch ein vermehrtes Angebot von eisenreichen Lebsnmitteln behoben werden, ist dies selbstverständlich einer medikamentösen Therapie vorzuziehen.

Eisenreiche Lebensmittel

Die Verfügbarkeit von Eisen aus tierischen Produkten ist deutlich besser als aus pflanzlichen Lebensmitteln. Hohe Gehalte an Eisen in pflanzlichen Nahrungsmitteln finden sich beispielsweise in Brennesseln oder Sesam. Zudem fördert Vitamin C in beträchtlichem Maße die Eisenresorption. So kann beispielsweise ein Glas Orangensaft, das zum Essen getrunken wird, die Eisenaufnahme um ein Vielfaches erhöhen.

Es gibt aber auch Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung hemmen: Hierzu gehören beispielsweise Milchprodukte, Tee, Kaffee und oxalsäurereiche Gemüsesorten. Menschen, die unter einem Eisenmangel leiden, sollten diese Lebensmittel nicht gemeinsam mit eisenhaltiger Nahrung verzehren, um eine otimale Resorption des Eisens zu erzielen. Auch bestimmte Medikamente wie Antazida, die zur Neutralisation der Magensäure eingesetzt werden, verringern im Körper die Eisenaufnahme aus der Nahrung.

Foto: © Andrzej Wilusz – Fotolia.com

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