Dehnübungen vor oder nach dem Joggen? (inkl. Übungsvideo)

Joggen ist einer der am meisten genutzten Möglichkeiten, mit denen sich Menschen fit halten. Da es sich dabei praktisch um einen Volkssport handelt, kursieren viele Tipps und Hinweise, wie man sich am besten verhalten sollte. Vor allem im Bereich Dehnung gibt es immer wieder Streit darüber, ob und was möglichst sinnvoll ist.

Amerikanische Studie bringt interessantes Ergebnis

Wenn es um das Thema Dehnung geht, dann wird man oftmals auf die Meinung stoßen, dass Dehnen im Vorfeld dabei hilft, Verletzung zu vermeiden. Dies ist jedoch nur unter Umständen der Fall, weshalb sich eine genaue Betrachtung lohnt.

Generell führt das Dehnen der Muskeln dazu, dass sich deren Leistungsfähigkeit erst einmal verringert. Daher sollte die Erwärmung nach Meinung vieler Experten lieber durch lockeres Springen auf der Stelle oder ein sehr langsames Warmlaufen erfolgen. Dem gegenüber stehen jedoch viele Sportler, die von einem spürbaren Effekt durch die Dehnung sprechen und dies nicht vermissen wollen.

Die American Academy of Orthopaediy Surgeons wollte es daher im Jahr 2011 genau wissen. Das Ergebnis, zu dem die Forscher in ihrer Studie gekommen sind, ist dabei durchaus interessant. So konnte kein klarer Zusammenhang zwischen Dehnen im Vorfeld und Verletzung während des Laufens festgestellt werden. Allerdings kam man zu der Erkenntnis, dass Dehnen vor allem den Menschen schadet, die sich bisher nicht gedehnt haben. Daher wurde generell empfohlen, dass Jogger, die sich regelmäßig dehnen, dies auch durchaus weiterhin machen sollten. Hat man dagegen bisher darauf verzichtet, sollten auch in Zukunft Dehnübungen vor dem Laufen vermieden und eine andere Erwärmung eingesetzt werden.

Dehnen nach dem Laufen

Während das Dehnen im Vorfeld also in meisten Fällen weggelassen werden kann, sollte man nach dem Joggen nicht notwendigerweise darauf verzichten. Gerade nach Abschluss des Trainings hilft Dehnen dabei, den Körper vor Muskelverkürzungen zu schützen, in dem man die Muskeln wieder in seine Anfangsposition zurückbringt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Verspannungen entgegen gewirkt, und auf diese Weise die Erholung beschleunigt wird.
Die Intensität und Länge der Übungen sollte an die des Trainings angepasst werden. War diese Einheit schon anspruchsvoll, dann ist es sinnvoll, es danach mit den Dehnübungen nicht zu übertreiben. In solchen Fällen sollte man eher auf einfache Übungen zurückgreifen, die den Körper schonen. Es schadet auch nicht gleich, wenn sie hin und wieder gar nicht durchgeführt werden. Besonders bei Hobbysportlern kommt es hauptsächlich darauf an, wie sie sich fühlen. Tritt kein positiver Effekt durch die Dehnübungen auf, kann auch darauf verzichtet werden.

Zum Abschluss, wie so häufig ein passendes Video von YouTube:

Foto: © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

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