Meditation

Wie hilft Meditation gegen Stress?

Laut einer Studie leiden sechs von zehn Menschen unter Stress. Viele von ihnen können den Stress nur noch bewältigen, indem sie zu Medikamente greifen. Eine andere Möglichkeit, mit dem Stress umzugehen, ist die Meditation. Mit einfachen Techniken, die jeder schnell erlernen kann, verändert sich das Gehirn und der Gestresste wird ruhiger und gelassener.

Leben im Hier und Jetzt

Stress entsteht nicht nur bei sehr hoher Arbeitsbelastung, sondern das eigentliche Problem ist das ständige Nachdenken über die Probleme. Ständig ist das Gefühl vorhanden, den Belastungen nicht gewachsen zu sein. Die Gedanken sind entweder in der Zukunft und beschäftigen sich mit Problemen, die noch nicht vorhanden sind. Genauso häufig driften die Gedanken in die Vergangenheit und es kommt zu Selbstvorwürfen, weil zum Beispiel eine Arbeit nicht korrekt durchgeführt wurde.

Bei der Meditation konzentriert sich der Gestresste auf die Gegenwart. Er nimmt ganz bewusst den Augenblick wahr und erlebt ihn sehr intensiv. Die Vergangenheit und Zukunft spielt dabei keine Rolle mehr. In diesem Augenblick breitet sich im Inneren einen wohltuende Ruhe aus. Für viele Menschen ist Meditation immer noch ein wenig esoterisch, doch die Anzahl der Veröffentlichungen steigt, in denen Veränderungen im Gehirn nachgewiesen und gemessen wurden. Vor allem gegen Ängste ist Meditation besonders wirksam.

Anfangs genügen ein paar Minuten

Unter den verschiedenen Meditationstechniken ist die Achtsamkeitsmeditation besonders einfach und schnell zu erlernen. Nötig ist einfach die Konzentration ein bestimmter Gegenstand und dieser sollte in seiner Gesamtheit erfasst werden. Anfang genügen ein paar Minuten täglich, die dann immer weiter ausgebaut werden können. Oft merkt der Übende schon nach ein paar Sitzungen die wohltuende Wirkung und mag die Übungen bald nicht mehr missen. Damit die Achtsamkeitsübungen nicht neuen Stress auslösen, müssen ein paar Prinzipien beachtet werden.

  • Wichtig ist, dass keine Bewertung erfolgt. Der Gegenstand muss nur betrachtet werden und mehr nicht
  • Eine Betrachtung ohne Bewertung wird nicht sofort gelingen und so ist es wichtig, Geduld zu entwickeln. Keinesfalls darf die Meditation wieder zum Stress ausarten. Wer anfangs immer wieder bewertet, der kann auch dieses zum Gegenstand der Betrachtung machen
  • Beim Meditieren geht es nicht darum, eine bestimmte Leistung zu erreichen. Es geht um innere Ruhe und diese ist mit bestimmten Anforderungen nicht vereinbar.
  • Wichtig ist nicht zuletzt, dass auch unangenehme Dinge akzeptiert werden. Selbst wenn Gedanken auftauchen sollten, die mit dem eigenen Selbstbild nicht vereinbar sind, ist es wichtig, diese anzunehmen.

Die Übungen müssen nicht zu lange sein. Täglich ein paar Minuten zeigen schon deutliche Effekte. Alles, was sich in der Umwelt oder im Inneren abspielt, kann zum Gegenstand der Betrachtung werden. Wer zum Beispiel gerne Musik hört, der kann sich ganz bewusst auf ein Instrument konzentrierten oder die Musik in seiner Gesamtheit in sich aufnehmen. Eine solche Übung sollte jeden Tag zur gleichen Zeit wiederholt werden, so dass sich ein immer gleicher Ablauf einstellt.


Quelle: YouTube