Laufschuhe für Einsteiger: Worauf achten und warum eine Beratung?

Einsteiger Laufschuhe

Laufanfänger oder Wiedereinsteiger unterschätzen oft die enorme Belastung, die auf den Bewegungsapparat einwirkt. Selbst bei kurzen Trainingseinheiten von 15 bis 25 Minuten gibt es starke Belastungen auf Bänder und Sehnen.

Am Markt gibt es viele verschiedene Laufschuhe, doch welche Schuhe sind die Richtigen?

Laufschuhe für Einsteiger

Fußballschuhe oder Tennisschuhe sind für den Laufeinstieg nicht geeignet. Mit dem Kauf eines guten Laufschuhes wird in die eigene Gesundheit investiert. Anfänger müssen nicht die teuersten Modelle zum Start kaufen. Teure Schuhe haben meist eine starke Dämpfung und eine hohe Stabilität. Diese Eigenschaften sind für Profischuhe gewünscht. Für den Anfänger reicht meist ein günstiges und aktuelles Modell.

Wichtige Fragen vor dem Kauf

Die Laufschuhe sollten nicht nur passen, sondern der Läufer muss sich dabei auch wohlfühlen. Neben der Passform sind weitere Aspekte wichtig. Die wichtigsten Fragen sind vor dem Kauf abzuklären:

  • Körpergewicht (Normalgewicht, Übergewicht oder Untergewicht?)
  • Fußform sowie Fußstellung eventuelle Fehlstellungen oder orthopädische Beschwerden
  • Auf welchem Untergrund wird hauptsächlich gelaufen (Waldboden, harte Wege oder Asphalt)
  • Alter und Geschlecht (Unterschiede bei den Füßen: Männer, Frauen oder Kinder)
  • Laufstil (Fersenfuß- Mittelfuß- oder Vorfußstil) / Mehr Infos
  • Trainingsplan (Laufdistanz sowie Anzahl der Trainings während der Woche)

Die richtige Dämpfung für Einsteiger

Je nach Körpergewicht ist die Dämpfung des Laufschuhs zu wählen. Gerade für Übergewichtige ist eine gute Dämpfung wichtig. Auch die Härte des Untergrunds kann ein Thema sein sowie Fußform und eventuelle Fehlstellungen. Ein Normalgewichtiger, der hauptsächlich auf weichen Untergrund läuft und keine ausgeprägte Fehlstellungen hat -verzichtet auf ein Großteil der Dämpfungsfaktoren. Hier ist mit flachen Laufschuhen zum Natural-Running (Was ist das?) bzw. Barfußlaufen ein eigener Weg. Es klingt zwar eigenartig: Anfänger profitieren vom Natural Running. Die Muskulatur ist beim Einsteiger zwar schwach, aber die Wadenmuskulatur wird sofort mittrainiert. Einfach gesagt: Der Läufer sollte nur so viel Dämpfung als unbedingt nötig beim Laufschuh wählen.

Lauftraining mit verschieden Dämpfungen

Beim Lauftraining im Wald braucht es weniger Dämpfung, hier sind Lightweight Trainer oder Neutralschuhe eine Wahl. Bei der Natural-Running-Methode wird der Vorfuß- bzw. Mittelfuß- Laufstil trainiert. Die Kategorie Barfußschuhe ist hier das Thema. Auch der Trainingsumfang spielt eine große Rolle. Zum Beispiel ein ruhiger Dauerlauf bis zu fünf Kilometer pro Trainingseinheit erfordert eine geringe Dämpfung. Bei Trainingsstrecken bis 15 Kilometer ist eine mittlere Dämpfung sowie ab 15 Kilometer Streckenlänge eine starke Dämpfung von Vorteil. Für Läufer mit starker Überpronation (hier weiter Infos) sind Schuhe mit starker Stütze wichtig. Der Bewegungskontrollschuh hilft dabei dem Fuß bei der Abrollbewegung den nötigen Halt zu geben.

Fazit: Schuhtypen für Einsteiger gibt es viele am Markt. Der beste Weg führt direkt ins Fachgeschäft. Im ersten Schritt sollte eine Laufanalyse gemacht werden. Direkt auf dem Laufband testen der Einsteiger die Laufschuhe. Mit Hilfe des Fachberaters kann schnell der richtige Schuh für das Lauftraining gefunden werden.

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