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Eiweißpulver für Muskelaufbau: Was ein gutes Präperat beinhalten sollte

Etwa 90 % der Eiweißpulver im Handel gelten als qualitativ minderwertig. Ein Kauf eines solchen Produktes würde an reine Geldverschwendung grenzen.

Aus diesem Grund ist es bedeutend, sich vor der Wahl des Eiweißpulvers über die wichtigsten Qualitätsmerkmale zu informieren.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe

Um ein gutes Eiweißpulver zu erkennen, ist es notwendig, die Etikettierung unter die Lupe zu nehmen und nicht sofort den bunten Werbesprüchen Glauben zu schenken. Ein richtig hochwertiges Eiweißpulver besteht hauptsächlich aus Molkeprotein bzw. Whey-Protein (mit allen essentiellen Aminosäuren). Besonders das Whey-Protein ist sehr empfehlenswert, da es ein naturbelassenes Protein ist, leicht vom Körper aufgenommen werden kann und darüber hinaus auch die Abwehrkräfte stärkt. Daneben sind auch Hühner-Eiweiß und Milcheiweiß (Casein) zu empfehlen. Milcheiweiß wird generell recht langsam vom Körper aufgenommen (Aufnahme dauert zwischen 2 – 3 Stunden). Da es so lange dauert, eignet sich das Milcheiweiß ideal nach dem Training und vor dem Zubettgehen, so dass der Körper über Nacht daraus zehren kann.

Vorsicht, lieber Abstand nehmen von…

…Eiweißpulvern, auf deren Etiketten nicht-essentielle Aminosäuren vermerkt sind. Nicht-essentielle Aminosäuren belasten den Körper, da er diese bevorzugt wieder ausscheidet. Sie müssen in der Harnsäure über die Nieren ausgeschieden werden, was zu einer Übersäuerung des Körpers und einer Überlastung der Nieren führen kann. Darüber hinaus sollten die Finger von Eiweißpulvern gelassen werden, die Fett und Zucker (Kohlenhydrate) zu mehr als 20 % enthalten.

Weiterhin sollte Abstand genommen werden von:

  • Aufschrift: hydrolysiert bzw. Hydrolysat (das heißt, dass das Protein von Enzymen vorverdaut wurde, was Aminosäuren schädigen kann und unappetitlich schmeckt)
  • Milcheiweiß: schwer verdaulich, kann zu Blähungen führen aufgrund des oft enthaltenen Milchzuckers, wird in Wasser klumpig

Worauf beim Kauf zu achten ist

Beim Kauf von Eiweißpulvern sollte generell Wert auf Qualität gelegt werden. Um diese bestimmen zu können, ist ein Blick auf Zutatenliste notwendig: Je weiter hinten eine Zutat steht, desto weniger ist davon enthalten.

Weiterhin sollten folgende Punkte Beachtung finden:

  • Anteil von Eiweiß in einem Eiweißpulver sollte mindestens 80 % betragen: Vorsicht, denn oft werden die Pulver mit Kohlenhydraten oder minderwertigem Eiweiß gestreckt
  • kalte Verarbeitung (steht meist auf der Verpackung): Proteine denaturieren ab Temperaturen über 80 °C und sind dann schwerer verdaulich
  • biologische Wertigkeit (je höher desto besser, denn umso weniger Pulver wird benötigt): Proteine wählen, die den Körper nicht belasten, sondern die er einfach aufnehmen kann
  • Verarbeitungsmethode: keine Ion-Exchange-Produktionsmethode (dabei gehen Molekülketten verloren), dagegen lieber Cross-Flow-Microfiltration (CFM) wählen (Protein wird durch Filter gepresst, in dem beispielsweise Fett und Milchzucker hängen bleiben)

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