Trockener Husten: Welche Hausmittel helfen gegen Reizhusten?

Als Husten wird der Schutzreflex bezeichnet, mit dem die Atemwege sich vor Eindringen von Fremdkörpern oder ähnlichen Reizen schützen. Dieser Reflex, lat. Tussis, ist unwillkürlich, also ist nicht zu unterdrücken und kann besonders nachts eine große Belastung darstellen.

Lästig und gefährlich

Lang anhaltender Reizhusten kann sogar gesundheitsgefährdend sein, denn er behindert die Atmung, belastet das Herz und verhindert eine ausreichende Sauerstoffaufnahme. Ein nächtlicher Reizhusten hält den Betroffenen vom Schlaf ab, die Folge sind Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und Müdigkeit. Doch nicht immer muss sofort zur Chemie gegriffen werden.

Die Hausapotheke kennt einige sehr wirksame Mittel gegen solche lästigen Beschwerden. Beispielsweise:

  • Quarkwickel
  • Zitronenwickel
  • Brustwickel mit ätherischen Ölen
  • Erhitzte Heublumen
  • Aufgüsse mit Eibisch, Fenchel, Thymian, Anis oder Spitzwegerich
  • Salzinhalationen
  • Milch mit Honig
  • Und als letztes Mittel, wenn gar nichts mehr hilft: Zwiebelsirup

Wenn sich ein Reizhusten ankündigt ist die erste Maßnahme: viel zu trinken und die Raumfeuchtigkeit zu erhöhen. Getränke sollten warm sein, nicht heiß oder kalt, am besten eignen sich hier Kräutertees oder angewärmtes Wasser ohne Kohlensäure. Hilfreich sind Schüsseln mit heißem Wasser und ätherischen Ölen, die im Raum verteilt werden. Hier gilt die Devise: Weniger ist mehr, ein zu viel an Duftstoffen reizt die Schleimhäute und beruhigt sie nicht.

Hausmittel: dosiert anwenden und ruhig bleiben

Wenn ein Mittelchen nicht sofort wirkt, dann auf keinen Fall schon zum Nächsten greifen. Hausmittel helfen dem Körper, sich selbst zu helfen und dies braucht Zeit. Ein entspannendes Vollbad mit Zusätzen von Fichte, Eukalyptus oder Thymian entspannt die Atemwege und löst den Schleim. Aber nicht alles zusammen anwenden, das wäre wiederum kontraproduktiv. Hat sich der Hustenreiz auch nach dem Bad noch nicht verabschiedet, dann ist es Zeit für den Quarkwickel. Dafür wird zimmerwarmer Magerquark in ein Tuch geschlagen und dieses auf der Brust befestigt. Es kann über Nacht dort bleiben. Ein ähnlicher Wickel kann mit lauwarmen Zitronenscheiben verabreicht werden. Über den Wickel kommt dann noch ein Wolltuch. Wenn der Patient sich jedoch unwohl fühlt, dann sind solche Wickel nicht das Richtige und sie sollten entfernt werden.

Nicht über längere Zeit selbst behandeln

Hausmittel haben immer eine Wirkung, manchmal sind sie stärker, manchmal weniger effektiv. Jedoch sollte bei länger anhaltendem Hustenreiz, länger als zwei bis drei Wochen ohne deutliche Linderung, ein Arzt aufgesucht werden, damit ein schwer wiegenderes Problem ausgeschlossen werden kann.

Foto: © the rock – Fotolia.com

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