Wie schlechte Luft in der Wohnung die Gesundheit gefährden kann

Viele von uns verbringen den Großteil ihres Tages in abgeschotteten Bereichen. Wir arbeiten in Werkstätten, in Büros und abends sitzen wir in unserer Wohnung. Meist atmen wir die gefangene Luft in Räumen. Ist sie schlecht, kann das unliebsame Folgen haben!

Ursache und Wirkung liegen oft dicht beieinander

Verbrauchte und stickige Raumluft sorgt für Unbehagen. Besonders wenn mehrere Personen anwesend sind, steigt der Kohlendioxidgehalt rapide. Kommt erhöhte Temperatur sowie niedrige Luftfeuchtigkeit hinzu, ist der “Super-GAU” perfekt! Von einem gesunden Klima kann keine Rede mehr sein. Müdigkeit, Leistungsabfall und Kopfschmerzen sind die Folgen und konzentrierte, zielgerichtete Tätigkeiten werden zur Qual. Zudem reizt trockene Luft die Schleimhaut der Atemwege, sodass obendrein Erkältungskrankheiten drohen.

Klar dürfte auch sein, dass Tabakqualm in geschlossenen Räumen nichts verloren hat. Nicht nur dieser selbst verursacht Krebs. Der Rauch setzt sich auch an Möbeln sowie Teppichen fest und es entstehen neue toxische Verbindungen. Hochgefährlich gerade für Kinder, die dadurch möglicherweise ein Leben lang mit Bronchitis, Lungenentzündung etc. zu kämpfen haben.

Ebenfalls toxisch und darum nicht weniger bedrohlich sind billige Teppiche sowie Bodenbeläge. Sie setzen krebsfördernde Stoffe frei. Ebenso wie eine hohe Konzentration von Pollen und Milben, können derartige Materialien bei Allergikern heftige Reaktionen auslösen.

Auf das richtige Klima kommt es an

Was kann man tun, um eine gute Raumatmosphäre zu schaffen? Das Haus- und Wohnungsmagazin zuhause.de empfiehlt stets eine ideale Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur zu halten. Empfohlen werden 40 bis 60 % bei einer Zimmerwärme von 19 bis 22 0 C. Automatisch regelbare Heizkörper und Luftbefeuchter im Zusammenwirken mit einem Hygrometer sind natürlich ideal, doch nicht Pflicht. Oft genügen gesundes Empfinden und ausreichend Zimmerpflanzen. Letztere verwandeln ausgeatmetes Kohlendioxid im Zuge der Fotosynthese in Sauerstoff zurück und geben ihn wieder in den Raum.

Außerdem reichern sie die Luft mit Feuchtigkeit an, indem sie bis zu 97 % des Gießwassers als Dampf wieder abgeben. Selbstverständlich reicht das allein nicht aus. Die Luft in der Wohnung muss regelmäßig ausgetauscht werden. Hier helfen leistungsstarke Lüftungsanlagen und wer die nicht hat, muss ganz einfach lüften! Regelmäßige Stoßlüftung mit Durchzug ist hierbei das beste Rezept.

Klima checken – gesund leben

Wer für ein optimales Raumklima sorgt, hat mehr von seiner Wohnung und lebt gesünder! Es soll Menschen geben, die über Beschwerden klagen, deren Ursachen ihnen unklar sind. Sie laufen zum Arzt, finden aber keine Heilung. Dabei könnte ein vom Fachmann durchgeführter Klima- und Schadstoffcheck in den eigenen vier Wänden schon des Rätsels Lösung sein. Kleine Veränderungen bewirken oftmals Wunder!

Foto: © britta60 – Fotolia.com

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