Ärzt untersucht Ohr

Ohrenschmerzen: was zur Linderung tun?

Schmerzen im Kopfbereich beeinflussen Konzentration und Leistungsfähigkeit – Ohrenschmerzen ganz besonders. Zur Behandlung gibt es sowohl schulmedizinische als auch homöopathische Möglichkeiten.

Je nach Intensität greifen Patienten dann zu schmerzlindernden Medikamenten oder behelfen sich mit Hausmitteln.

Vorbeugen ist besser als heilen

Wer sich selbst gegenüber achtsam ist, merkt schon im Frühstadium wenn sich Ohrenschmerzen ankündigen. Hier können Hausmittel schnell Abhilfe schaffen: Träufeln Sie warmes Olivenöl ins Ohr oder legen Sie ein Gazesäckchen mit kleingeschnittenem warmen Zwiebel auf. Ohrkerzen auf natürlicher Basis können bei einen eventuellen Druck im Ohr entlasten.

Ursache erforschen

Grundsätzlich ist es aber immer wichtig die Ursache zu erkennen. Schmerzen im Ohr können von einer Entzündung im Mittleren oder auch äußeren Gehörgang herrühren. Oft beginnt alles mit einem scheinbar harmlosen Schnupfen. Durch zu heftiges Schnäuzen können Bakterien durch die Ohrtrompete in den Gehörgang gelangen. Erreger können aber auch durch Verletzung des Trommelfells von Außen eindringen. Diese Krankheitserreger sorgen dann für eine Entzündung. Damit einhergehen können neben dem heftig pulsierendem Schmerz auch Fieber, Tinnitus, Ausfluss und Hörprobleme. In diesem Fall ist sofort ein Arzt aufzusuchen um Spätfolgen, die nicht mehr geheilt werden können zu vermeiden. Auslöser sind meist Erkältungen die vom Nasen- und Rachenraum ausgehen.

Therapie wählen

Eine Entzündung ges Gehörgangs wird vom Arzt mit Antibiotika behandelt um Spätfolgen wie Ohrensausen oder Hörverlust entgegenzuwirken. Wichtig ist es starkes Schnäuzen zu vermeiden! Im schlimmsten Fall muss Wundsekret aus dem Innenohr abgesaugt werden. Um das zu vermeiden ist es ratsam bei einem Schnupfen abschwellende Nasensprays zu verwenden. Diese Anwendungen sollten mindestens acht bis zehn Tage mehrmals täglich gemacht werden. Es gibt mittlerweile auch Nasentropfen, die man direkt in beide Nasenöffnungen einträufelt. Auch diese Mittel sollte man sich vom Arzt verschreiben lassen. Ein Abhängigkeit ist nicht zu befürchten, wenn man die Tropfen nicht über Monate täglich anwendet.
Solange keine Flüssigkeit aus dem Ohr kommt, was ein Zeichen davon ist, dass das Trommelfell nicht betroffen ist, kann man auch Schmerz stillende Ohrentropfen verwenden. Am besten legt man sich seitlich hin und träufelt die Flüssigkeit ins Ohr, die sich dann auf dem Trommelfell verteilt.

Homöopathische Mittel

Mittlerweile gibt es zahlreiche die Nasenschleimhaut abschwellen lassende homöopathische Mittel, sowohl in Form von Tabletten als auch in Form von Sprays und Tropfen auf der Basis von Meersalz. Auch Schüßlersalze Nummer 3 (Ferrum phosphoricum) und Nummer 4 (Kalium chloratum) helfen gegen eine akute Entzündung – die Nummer 2 (Calcium phosphoricum) und Nummer 11 (Silicea) beugen chronisch wiederkehrenden Entzündungen im Ohr vor.

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