Neugeborenenakne: Welche Ursachen und was hilft?

Die Neugeborenenakne(Acne neonatorum) tritt meisten unmittelbar nach der Geburt bis spätestens bis zur dritten Lebenswoche auf. Betroffen sind meistens Jungen, die auf der Wange nicht entzündliche Komedonen (Mitesser) entwickeln.

Ursache und Diagnostik von Neugeborenenakne

Eltern, die glauben im Verlauf der Schwangerschaft etwas falsch gemacht zu haben, können beruhigt sein, es liegt nicht an ihnen. Die genauen Ursachen sind noch nicht restlos geklärt, aber vermutlich ist die Ursache eine Hormonumstellung, die noch im Mutterleib stattfindet. Andere Erklärungen gehen davon aus, dass die Hormone von der Mutter auf das Kind übertragen werden.
Die Babys haben an der Wange, manchmal auch auf Stirn und Kinn geschlossene Komedonen. Falls die Krankheit stärker ausgeprägt ist, dann kommen auch offene Komedonen, Papeln (Hautverdickungen) und Pusteln (mit Eiter gefüllte Bläschen) hinzu.

Die Behandlung von Neugeborenenakne

Viele Eltern erschrecken zunächst, wenn sich auf dem Gesicht ihres Kindes plötzlich Akne zeigt. Sie sollten aber nicht in Panik geraten, denn sie heilt innerhalb weniger Monate ganz von selber ab. In der Regel verspürt das Baby auch keinen Juckreiz.

Eltern können aber mit ein paar einfachen Methoden die Heilung ein wenig Beschleunigen. Zunächst einmal sollte das Baby viel an der frischen Luft sein. Für die Gesichtsreinigung ist am besten klares Wasser, auf gar keinen Fall fettende Cremes. Wer noch zusätzlich etwas tun möchte, der wäscht das Gesicht des Säuglings ein paar Mal in der Woche noch mit einem seifenfreien Produkt, das nicht parfümiert ist.

Ein weiteres Mittel gegen die Neugeborenenakne ist Muttermilch. Wenn sich die Akne nur im Gesicht zeigt, dann kann auf den Stellen einfach etwas Muttermilch verrieben werden. Sollte sich die Komedonen am ganzen Körper befinden, dann kann etwas Milch abgepumpt und dem Badewasser zugesetzt werden.

Sehr oft wird als Hausmittel gegen die Neugeborenenakne Rosenwasser oder Lavendelöl empfohlen. Wie bei der Muttermilch auch werden die betroffenen Stellen damit eingerieben. Bei einem größeren Befall ist auch ein Zusatz zum Badewasser möglich.

Auf gar keinen Fall dürfen die Pusteln ausgedrückt werden, denn dadurch können Entzündungen entstehen und hässliche Narben bleiben. Um die Haut ein wenig zu schonen ist es günstig, sie nach dem Waschen nicht abzutrocknen, sondern lediglich trocken zu tupfen. Wenn die Neugeborenenakne besonders schwer ist und den ganzen Körper befällt, dann kann zur Sicherheit der Kinderarzt aufgesucht werden. Dies ist besonders dann zu empfehlen, wenn in der Familie schwere Fälle von Akne bekannt sind.

Foto: © Svetlana Fedoseeva – Fotolia.com

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