Natural Running Schuhe: Was versteht man darunter

Der Trend zum Natural Running Schuh wurde vom dem Nike-Modell „Free“ ausgelöst. Er verspricht ein Laufgefühl wie auf nackten Füßen. Inzwischen gibt es in diesem Segment zahlreiche Modelle. Manche sehen sogar aus wie ein Handschuhe für Füße. Andere sind ultrabiegsam und erinnern an einen klassischen Joggingschuh.

Was sind Natural Running Schuhe?

Natural Running Schuhe sollen für ein natürlich Laufgefühl, ähnlich wie beim barfuß laufen sorgen. Sie sind inzwischen so beliebt, dass jeder dritte Laufschuh in Deutschland ein Natural-Modell ist. Alles in allem sind diese Schuhe das perfekte Trainingsgerät um die Füße zu kräftigen. Doch beim Umstieg auf solch ein Modell, sollte man sich Zeit lassen, um den richtigen Untergrund und das passende Modell zu finden.

Im Vergleich zu klassischen Laufschuhen unterscheidet sich das Natural-Modell besonders darin, dass es über spezielle Kerben in den Sohlen verfügt, die sehr flexibel sind. Des Weiteren besitzen die Modelle eine geringe Fersensprengung, sprich einen flacheren Absatz. Daher sind sie genau das Gegenteil von Schuhen, die den Fuß beim Laufen auf harten Untergrund vor Stößen schützen sollen.

Stärkung der Fußmuskulatur

Insgesamt hat der Sportler so weniger Schuh an, daher werden die Modelle auch oft als Minimalschuhe bezeichnet. Viele Sportler bevorzugen die Natural Running Schuhe inzwischen, da sie so einen engeren Kontakt zum Boden haben. Zudem versprechen sie einen Trainingseffekt für die Füße, da die Muskulatur deutlich stärker arbeiten muss, ähnlich wie beim Barfußlaufen. Experten in diesem Bereich bestätigen, dass die Fußmuskulatur so um die 20% gesteigert werden kann.

Worauf Neulinge achten sollten

Neulinge sollten aber vorsichtig sein, denn bei einem einstündigen Dauerlauf mit Natural Running Schuhen werden Muskeln, Knochen und Bänder überfordert. Studien in diesem Bereich belegen sogar, dass es bei trainierten Läufern zu Ermüdungserscheinungen kommen kann. Ein weiteres Problem ist die große Auswahl in diesem Segment, was es Neulinge nicht einfacher macht, den passenden Schuh zu finden. Die Einsteigermodelle sind etwas flacher, flexibler und leichter als normale Joggingschuhe. Darunter sind auch Modelle, bei denen der Absatz nur von 12 auf 10 Millimeter reduziert wurde. Die sogenannte Fünffingerschuhe, bei denen der Schuhe über die einzelnen Zehen gestülpt werden, ist dafür gar nicht gedämpft.

Einsteigermodelle wählen

Gesunde Freizeitläufer sollten für den Einstieg ein Einsteigermodell wählen und sich dann langsam steigern. Für den Anfang sind Waldwege besonders gut geeignet, da hier der Boden etwas nachgibt. Zu Beginn sollte man etwa einmal die Woche mit dem Natural Schuhe kurze Runden laufen. Und um die Fußmuskulatur noch zusätzlich zu stärken, so oft wie möglich einfach Barfußlaufen.

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