Mit Grippe im Bett

Grippewelle 2016: Wie kann man sich schützen?

Die Grippewelle 2016 rollt auf Deutschland zu. Während eine Erkältung meist harmlos ist, kann der Verlauf einer Grippeinfektion deutlich schwerer sein. Eine Virusgrippe ist hoch ansteckend. Es ist also wichtig, sich so gut es geht zu schützen.

Hier lauern die Viren

Der beste Schutz vor einer Grippe ist es, die größten Ansteckungsquellen zu vermeiden. Gar nicht so einfach, denn eine Ansteckung ist sowohl per Tröpfcheninfektion als auch über die sogenannte Schmierinfektion möglich. Das heißt, die Viren lauern quasi überall und können einerseits durch Husten, Niesen oder Sprechen übertragen werden, die Viren finden sich aber in großer Zahl auch auf Lichtschaltern, Türklinken, Geldscheinen, Stiften und dergleichen. Dort gelangen sie durch die Hände grippekranker Menschen hin, werden dann auf die Hände gesunder Menschen übertragen und kommen dann, beispielsweise beim Essen auf die Schleimhäute und vermehren sich dann dort unkontrolliert. Nach wenigen Tagen bricht die Grippe aus.

Hygiene, der beste Schutz vor Ansteckung

Viren mögen keine Hygiene, das gilt auch für den Grippevirus. Wer sich häufig und vor allem vor dem Essen die Hände wäscht, macht es richtig. Nach dem Toilettengang sollte das Händewaschen sowieso immer selbstverständlich sein. Wem es möglich ist, der sollte auf große Menschenansammlungen verzichten, besonders übervolle öffentliche Verkehrsmittel sind eine große Ansteckungsquelle. Natürlich lässt es sich aber nicht vermeiden, in den Supermarkt zu gehen oder mit dem Bus zu fahren. Hier empfiehlt es sich aber, anschließend gründlich die Hände zu waschen und ein wenig Abstand zu den anderen Menschen zu halten.

Die Grippeschutzimpfung beugt vor

Eine Impfung gegen die Grippe ist für alle Personen mit einem geschwächten Immunsystem sehr empfehlenswert. Ebenso für Personen, die viel mit anderen Menschen arbeiten und so einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Auch Senioren sollten sich immer rechtzeitig impfen lassen. Grippewellen dauern erfahrungsgemäß mehrere Wochen. Es lohnt sich also auch noch, nach einem Ausbruch der Grippeepidemie für eine Schutzimpfung zum Arzt zu gehen. Der Schutz tritt erst nach einigen Tagen ein, hält dann aber auf jeden Fall für die komplette Grippesaison an. Forscher der Weltgesundheitsorganisation haben für 2016 die richtige Prognose der Virustypen getroffen und entsprechend bietet das Impfserum auch einen wirklich guten Schutz.

Keinesfalls dürfen vorbeugend irgendwelche Medikamente, schon gar keine Antibiotika, eingenommen werden. Eine vitaminreiche, gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem und beugt Infekten vor. Wer sich trotz aller Vorsicht angesteckt hat, sollte einen Arztbesuch nicht scheuen, denn eine echte Grippe kann unbehandelt unter Umständen einen sehr schweren Verlauf nehmen.

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