Führt eine falsche Ernährung zur Stressanfälligkeit?

Falsche Ernährung macht nicht nur krank, sondern belastet psychisch und begünstigt Stress. Gesunde und leicht verdauliche Kost hilft dabei, schädliche Stresshormone abzubauen und für Ausgeglichenheit zu sorgen.

Fehlen die Nährstoffe zum Stressabbau, sind Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, Leistungsabfall und sogar Burnout die Folge. Es ist nicht die berufliche Anstrengung und Überlastung, die oftmals als Ursache für stressbedingte Erkrankungen sorgt. Vielmehr ist es der zu geringe Fokus auf eine gesunde Ernährung.

Der Zusammenhang zwischen ungesundem Stress und der Ernährung

Vor Stress kann man sich nicht primär schützen und davon ausgehen, dass er sich umgehen lässt. Aber man kann dafür sorgen, dass der Stress nicht die Oberhand gewinnt und den Organismus mehr als nötig belastet. Zum Beispiel werden Fast Food und Süßigkeiten immer zur vermehrten Bildung von Stresshormonen führen, da der Körper mit der Verarbeitung der Lebensmittel vor einer schwierigen Aufgabe steht. Schokolade wird häufig als Glücklichmacher bezeichnet und soll positiv gegen Stress wirken und die Leistung steigern. Bis zu einem gewissen Maß stimmt die These tatsächlich, doch bedeutet das nicht, dass viel Schokolade sehr glücklich macht. Abgesehen von der aus falscher Ernährung resultierenden Gewichtszunahme, wirkt sich der Mangel an Vitaminen, wichtigen Nährstoffen und Ballaststoffen auf den Energiehaushalt im Körper und so auf die Belastbarkeit aus. Gleiches gilt auch, wenn dem Essen zu wenig Bedeutung beigemessen und der Verzehr zwischen Tür und Angel vorgenommen wird.

Folgen falscher Ernährung – der Grundstein wird im Kindesalter gelegt

Die Wirkung von Stress und Ernährung lässt sich am Beispiel eines Fahrzeugs erläutern. Niemand käme auf die Idee, den Dieselmotor mit Benzin zu tanken und davon auszugehen, dass das Auto keinen Schaden nimmt und einwandfrei funktioniert. Identisch verhält es sich bei der Ernährung, doch wird hier weniger Aufmerksamkeit als auf die Funktionalität des Autos gelenkt. Ist der Körper mit der Verarbeitung fettiger, ungesunder, süßer oder zu schwerer Nahrung beschäftigt, bleibt keine Energie für den Stressabbau übrig. Die unvorteilhaften Bedingungen beeinträchtigen sich dabei gegenseitig, sodass der Stress zur langsameren Verdauung führt und die Anstrengung der Verdauung den Stress erhöht. Ob ein Kind später stressanfällig oder stark belastbar ist, wird bereits in jungen Jahren geprägt und hängt maßgeblich mit der Ernährung im Elternhaus zusammen. So sind Kinder, die bereits in jungen Jahren wenig Vitamine zu sich nehmen und bevorzugt Süßes und Fettiges essen, auch im Erwachsenenalter von dieser Tendenz geprägt.

Frisches Obst und Gemüse, Fleisch, sowie gesunde und leicht verdauliche Kost hilft beim Abbau von Stresshormonen und wirkt der Stressanfälligkeit entgegen.

Weitere Info-Quelle:
http://www.eufic.org/article/de/artid/stress-ernahrungsverhalten/
http://www.fem.com/gesundheit/artikel/ernaehrung-soul-food-gegen-stress-entspannung-essen
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48549/Ernaehrungsstress-Zoeliakie-als-Depressionsrisiko
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.ernaehrungs-tipps-die-besten-nahrungsmittel-gegen-stress.6e840a6f-3007-44dc-a063-c32c6a075ff3.html

Foto: © pathdoc – Fotolia.com

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