Diätpillen: Warum sie häufig nicht halten, was sie versprechen

Seit den frühen 70er Jahren auf dem Markt genießen Abnehmtabletten meist ein schlechtes Image. Dienen Diätpillen lediglich der Profitgier diverser Unternehmen oder lassen diese tatsächlich die Pfunde purzeln?

Fragen, die bei objektiver Betrachtung leicht zu beantworten sind.

Beauty-Pillen und der Trend zur schönen Figur

Es begann, als in den 70er Jahren der Trend einer schlanken und schönen Figur auf sich aufmerksam machte. Die Fettkiller in Form von Tabletten. Damals handelte es sich um Amphetamin-Derivate, die nachweislich den Appetit zügeln und somit für eine Gewichtsabnahme sorgen. Mitte der 90er Jahre entstand nach den USA auch in Europa ein richtiger Boom rund um die Beauty-Pillen. Zahlreiche Unternehmen vermarkteten ihre Gewichtsreduzierer als die perfekte Lösung, um überschüssige Pfunde loszuwerden. Für die meisten Konsumenten blieb der gewünschte Erfolg aus. Auch heute bemängeln Verbraucher deren Wirkung beziehungsweise den effektiven Nutzen. Zudem warnen Ärzte vor riskanten Nebenwirkungen.

Schlankheitsmittel – gefährliche Wirkstoffe und Produkte im Überblick:

  • Rimonabant (Acomplia)
  • Sibutramin (Reductil)
  • Phenylpropanolamin (Boxogetten S-vencipon)
  • Cathin (X 112 T)
  • Amfepramon (Regenon)

Studien belegen die Wirkung verschiedener Inhaltsstoffe

Viele Studien belegen, dass das eine oder andere Gewichtsreduzierungsprodukt gute Ergebnisse erzielt. Eine von japanischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie aus dem Jahr 2005 dokumentiert, das Grüner Tee für eine Gewichtsreduktion sorgt. Ähnliche Resultate sind bei Untersuchungen mit Inhaltsstoffen wie Damiana oder Mate gegeben.

Doch woran liegt es, das den Appetitzüglern der schlechte Ruf vorauseilt? Es ist die Erwartungshaltung der Konsumenten!

Unzählige Personen kaufen sich Schlankmacher und erwarten sich umgehend einen hohen Gewichtsverlust. Noch viel schlimmer ist, das weder die Essgewohnheit noch die körperliche Aktivität der gewünschten Gewichtsabnahme angepasst wird. Runterschlucken und weg mit den Kilos funktioniert leider nicht. Derzeit gibt es kein Produkt am Markt, das dies ermöglicht.

Ernüchternde Zahlen und Fakten

Wer Studien näher betrachtet wird feststellen, dass Diätpillen lediglich als Unterstützung beim Abnehmen dienen. Abhängig von der Person und Produkt ermöglicht die Beauty-Pille einen Gewichtsverlust von 0 bis 2.5 kg pro Monat. Ernüchternde Zahlen, die zeigen, warum der Erfolg oft ausbleibt. Das Einnehmen einiger Tabletten ist mit einem hohen Gesundheitsrisiko verbunden. Produkte wie Pure Caffeine, Qsiva, Japan Hokkaido oder Slimming Capsule werden in Asien oder Amerika über das Internet vertrieben. Produkte, die Kreislaufstörungen, Psychosen, Bluthochdruck und andere Nebenwirkungen sowie Todesfälle hervorrufen.

Die verschiedenen Arten der Schlankheitsmittel

Grundsätzlich gibt es mit Appetitzüglern und Fettkillern zwei verschiedene Arten von Schlankheitsmittel. Quellmittel erreichen nach dem Einnehmen ein Vielfaches ihres ursprünglichen Volumens, wodurch dem Magen ein Sättigungsgefühl vorgetäuscht wird. Das Problem hierbei ist, das nach einiger Zeit ein gewisser Gewöhnungseffekt entsteht. Somit bietet sich diese Variante lediglich für schwer Übergewichtige oder über einen Zeitraum von wenigen Wochen an. Die zweite Option als sogenannte Fettblocker bindet das über die Nahrung aufgenommene Fett. Die meisten Produkte erweisen sich als völlig wirkungslos und belasten nur unnötig die Geldbörse. Erfolgsversprechende Pillen wie Xenical sollten aufgrund der starken Nebenwirkungen nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Hoffnungen zerstören die Träume vieler Konsumenten

Fakt ist, dass beim Angebot von Abnehmtabletten die Tricks und Versprechungen der Abnhemindustrie eine große Rolle spielen. Ein weltweiter Umsatz von mehreren Milliarden Euro spricht für sich. Dennoch zeigen Lösungen wie Raspberry Ketone oder Capsiplex als Fettkiller durchaus Wirkung. Zu viele Hoffnungen zerstören jedoch die Träume vieler Konsumenten. Beauty-Tabletten führen nur in Verbindung mit verbesserten Essgewohnheiten sowie sportlichen Aktivitäten zum lang ersehnten Erfolg.

Abschließend hier noch einige Testberichte und weiterführende Infos:

Foto: © ipag – Fotolia.com

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