Backen ohne Kohlenhydrate? Low-Carb Backtipps für Brot & Co.

Frau mit Backwaren

Wer einmal in den Genuss von selbstgebackenem Brot, Kuchen und frischen Plätzchen gekommen ist, wird diese selbst kreierten Backerzeugnisse so schnell nicht missen wollen.

Doch wie lassen sich diese herkömmlich aus Getreide und Zucker hergestellten Leckereien in der Low-Carb-Version verwirklichen?

Die Low-Carb-Alternativen zu Zucker und Mehl

Inzwischen ist die gesamte Welt miteinander vernetzt und Nahrungsmittel aus Südamerika, Afrika und Asien sind ohne große Kosten und viel Aufwand auch in Deutschland zu beschaffen. Viele dieser Nahrungsmittel, die zum Beispiel im Supermarkt, Naturkostladen oder Reformhaus erhältlich sind, stellen einen ausgezeichneten Ersatz für Mehl aus Getreide und Zucker dar, die viele Kohlenhydrate enthalten und sich nicht für eine Low-Carb-Ernährung eignen. Anstatt normalen Zucker können zum kohlenhydratarmen Backen Stevia (als Extrakt oder Sud aus den getrockneten Blättern), Xylitol oder Erythritol verwendet werden, die alle eine gute Süßkraft besitzen und kaum Kalorien geschweige denn Kohlenhydrate.

Für das Getreidemehl gibt es u. a. folgende Alternativen:

  • Mehl aus Hülsenfrüchten: Kichererbsenmehl, Erdnussmehl
  • Mehl aus Nüssen: Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse
  • Mehl aus Samen und Saaten: Sonnenblumenkerne, Sesam
  • Kokosnussmehl

Getreidemehle enthalten den Stoff Gluten, der für das Kleben und eine gewisse Luftigkeit des Teiges verantwortlich ist. Für Low-Carb eignen sich Flohsamenschalenpulver, Leinsamenmehl, Johannisbrotkernmehl und Guarkernmehl (so genannte Bindemehle).

Rezepte für kohlenhydratfreie Backwaren finden man natürlich online. Oft muss man dabei aber ein bisschen Zeit in die Recherche investieren. Wer es bisschen sortierter und übersichtlicher haben möchte, kann sich auch einfach ein Low Crab Backbuch kaufen, wie das von fettich.de.

Im Folgenden haben uns ein Rezept rausgesucht, dass wir direkt hier auf dem Blog kurz vorstellen möchten.

Ein knackiges, gesundes und kohlenhydratarmes Brot

Für ein typisches Brot mit wenig Kohlenhydraten werden beispielsweise 300 g Quark, 100 g Mandelmehl, 100 Leinsamenschrot, 5 EL Weizenkleie, 8 Eier, 1 TL Salz, 2 EL Sojamehl und 1 Würfel Hefe verwendet. Nachdem die Hefe mit etwas Wasser verrührt wurde, wird das Gemisch mit den übrigen Zutaten vermengt und für etwa 30 – 60 Minuten an einem warmen Ort stehen gelassen, um seine Größe zu verdoppeln. Dann wird eine Backform mit etwas Öl ausgestrichen, der Teig wird hineingegeben und für 90 Minuten bei 150 °C gebacken. Damit das Brot auch wirklich nach Brot schmeckt, ist es generell ratsam, frische Hefe anstatt Backpulver zu verwenden. Zusätzlich eignet sich ein Brotgewürz. Weiterhin kann eine typische Brotkruste erzeugt werden, indem das Brot, nach etwa 40 Minuten Backzeit mit einem Pinsel, der mit Wasser getränkt ist, an der Oberseite bestrichen wird.

Kohlenhydratarmes Gebäck und Pizza ohne Getreidemehl?

Auch das ist möglich. Dazu werden keine speziellen Kenntnisse benötigt, sondern lediglich ein paar Zutaten. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • für einen Rührkuchen: Eier, Sojamilch, Butter, Mandelmehl, Erythritol, Backpulver
  • für einen Pizzaboden: Hefe, Wasser, Olivenöl, Mandelmehl, Leinsamenschrot, Salz
  • für einen Mürbeteig (z. B. für Kekse): Eiweiß, Walnussmehl, Stevia und z. B. Kakao, Zimt oder Lebkuchengewürz

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