Wie sich Allergiker zuhause vor Pollen, Hausstaub etc. schützen können.

Dauerniesen und tränende Augen – Allergiker haben es nicht leicht. Während dem einen das Allergie-Problem hauptsächlich im Frühling und Sommer in freier Natur belastet, leiden andere auch zuhause unter typische Allergiesymptome.

Mit verschiedenen Maßnahmen lassen sich die Beschwerden aber gut lindern.

Plötzlich Allergie? Das kann nicht sein!

So abstrus es klingt – es kann schon sein. Die Erklärung hierfür ist recht einfach: Vor jeder Allergie findet eine sogenannte Sensibilisierungsphase statt in der sich das Immunsystem mit den Allergenen auseinander setzt bis es dann letztendlich zur allergischen Reaktion kommt. Die Sensibilisierungsphase kann bei einigen Menschen sehr lang andauern. So erklärt sich, warum man scheinbar plötzlich auf bestimmte Dinge allergisch reagiert, die in der Vergangenheit kein Problem darstellten. Bevor man anfängt, seine eigenen vier Wände umzukrempeln um die möglichen Allergene aus dem Weg zu schaffen, sollte man aber lieber vorher den Ursachen der allergischen Reaktion auf den Grund gehen. Es ist deshalb ratsam einen Facharzt prüfen zu lassen, ob wirklich Allergene oder auch Schadstoffe für die Überempfindlichkeit verantwortlich sind. Liegt eine Allergie vor, sollte man unbedingt Maßnahmen ergreifen um die Symptome auf ein Minimum zu reduzieren.

Vor Hausstaub, Pollen & Co. schützen

Es gibt diverse Möglichkeiten um in seinen vier Wänden die Allergene in Schach zu halten. Zu jeder Allergieform gibt es verschiedene Maßnahmen die man ergreifen sollte um die Symptome so gering wie möglich zu halten.

Vorbeugende Maßnahmen bei einer Hausstaub- bzw. Milbenallergie

  • Alle Räume regelmäßig und gut auslüften
  • Allergiker Matratzen und/oder spezielle Anti-Allergen-Matratzenbezüge verwenden
  • Bettwaren regelmäßig waschen – Kochwäsche
  • Staubfänger wie offene Regale, Kuscheltiere oder viele Teppiche vermeiden
  • Staubsauger mit speziellen Feinstaubfiltern verwenden

Vorbeugende Maßnahmen bei einer Pollenallergie

  • Fenster und Türen möglichst geschlossen halten – Nachts lüften
  • Keine in der Natur getragenen Sachen im Schlafzimmer aufbewahren
  • Pollenschutzgitter an Fenstern anbringen
  • Spaziergänge bei windreichen Tagen vermeiden
  • Vor dem Zubettgehen Haare waschen

Zusätzlich zu den vorbeugenden Maßnahmen sorgen spezielle Luftreiniger für eine reine Luft für Allergiker. Denn durch den Einsatz eines solchen Gerätes können in vielen Fällen allergische Beschwerden gelindert werden. Durch einen eingebauten Ionisator wird lästiger Hausstaub zusätzlich reduziert. Ein Luftreiniger filtert und eliminiert zudem Hausstaubmilben, Pollen, Schimmelpilze und lästige Gerüche. Auch Tierhaare von Katze und Hund werden durch den Luftreiniger gefiltert und entfernt. Allergiker sollten aber beim Kauf eines solchen Gerätes unbedingt darauf achten das ein sogenannter Hepa-Filter enthalten ist. Denn diese filtern und eliminieren auch kleinste Partikel ab 0,1 Mikron aus der Luft.

Zum Vergleich: Pollen beispielsweise haben eine Größe von etwa 5-10 Mikron. Leider werden solche Geräte noch nicht von den Krankenkassen anerkannt und bezahlt, nur in Ausnahmefällen zahlen die Krankenkassen einen Teilbetrag. Eine lohnenswerte Investition in die Gesundheit ist es aber allemal. Werden zusätzlich zu dem Luftreiniger die vorbeugenden Maßnahmen ergriffen, wird man besonders in der Hauptallergiezeit eine spürbare Minderung der Beschwerden bemerken.

Foto: © apops – Fotolia.com

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