Meditation

Was versteht man unter Samantha Meditation?

Samatha (auch Samantha) ist eine buddhistische Meditationstechnik und bedeutet „friedvolles Verweilen“. Sie wird auch Geistesruhe-Meditation genannt. Mit dieser Ruhe- und Konzentrationsmeditation wird die geistige Konzentrationsfähigkeit geschult und stabilisiert. Der Meditierende konzentriert sich auf ein Objekt, das Kasina.

Kasina – das Meditationsobjekt

Das Meditationsobjekt ist ein Hilfsmittel, auf das sich bei der Samatha-Meditation die Konzentration richtet. Es kann ein konkreter Gedanke sein, aber auch ein im Geist erschaffenes Bild, ein Duft, ein Klang, der eigene Atem oder ein Mantra. Schlechte und beunruhigende Gedanken und Gefühle werden so ausgeschaltet. Der Fokus richtet sich einzig auf das positive Meditationsobjekt. So lösen sich die schlechten Gedanken schließlich auf und es entsteht innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Dieser Zustand wird Ekaggata (Einspitzigkeit) genannt. Der Meditierende steht am Anfang der Welt- und Selbsterkenntnis. Insgesamt gibt es im Buddhismus acht Formen der Vertiefung, die durch Meditation erst nach und nach eröffnet werden. Die Haupterkenntnis des Buddhismus ist, dass das Ich eine Illusion ist. Um zu diesem Kern zu gelangen, bedarf es neben der Ruhemeditation auch des Klarblicks Vipassana.

Die zwei Hauptsäulen der Meditation

Klarblick bedeutet das Verstehen der Dynamik der Dinge. Es ist die Erkenntnis über die Vergänglichkeit allen Seins, das Leiden und die Substanzlosigkeit des Lebens. Wenn der Meditierende das mit allen Sinnen und Zellen seines Körpers verstanden hat, ist er gegen die Verführungen der Welt und ihre Illusionen weitgehend gefeit. Er wird letztlich lebenstüchtiger und kann sich leichter in die Ruhemeditation begeben.

Die Ruhemeditation wiederum befördert die Erkenntnis. Klarblick und Ruhe bedingen und fördern einander. Nur durch beides ist der Zustand des Erwachens zu erlangen. Diese Erkenntnis geht auf Buddha zurück. Die Ruhemeditation (Samatha) ist der Einstieg und die Vorbereitung zur Achtsamkeitsmeditation (Vipassana). Mit Vipassana werden Zusammenhänge und Objekte aufgelöst. Mit Samatha, dem Gegenteil, werden sie durch die Konzentration auf die Atemempfindung verfestigt. Beides muss im Wechsel praktiziert werden.

Samatha-Meditation ist für viele Menschen sinnvoll

Jeder, der motiviert und bereit ist regelmäßig zu meditieren, kann die Samatha-Meditation erlernen. Der Erfolg hängt nicht allein von der Technik ab, sondern vor allem vom geistigen Wollen. Wer also seine negativen Gedanken und Gefühle mindern will, wer insgesamt positiver aufs Leben blicken will und mehr Ruhe und Konzentration erreichen will, sollte mit der Samatha-Meditation beginnen. Nicht nur die innere Ruhe wird durch diese Meditation befördert. Auch konkrete Krankheitssymptome können gemindert werden. Dazu gehören Angststörungen, Schlafprobleme und depressive Erschöpfungszustände. Auch das Krankheitsbild von Menschen mit Bluthochdruck und damit dem Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt kann durch Samatha-Meditation gemildert werden. Eine Grundbedingung, um überhaupt meditieren zu können, ist Entspannung. Dazu gehört unbedingt ein ruhiger Rückzugsort, der keinen äußeren Reizen ausgesetzt ist. Gerade Anfänger sollten eine feste Stelle für ihre Übungen suchen und die Meditation zu einer Art Ritual entwickeln. Wer meditationserfahren ist, kann Störungen von Außen ausblenden und dann fast an jedem Ort meditieren.


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