Welche Sonnenschutzfaktor für welche Haut?

Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 30 Grad laden zum Sonnenbad ein. Doch die Sonne hat auch ihre Schattenseiten. Grundsätzlich gilt: je heller die Haut, desto höher der Schutz.

Der Sommer ist da. Mit blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen macht der Mai seinem Ruf am Ende doch noch alle Ehre. Die Temperaturen klettern im gesamten Bundesgebiet auf über 25 Grad. In einigen sonnenreichen Regionen wie der Lausitz oder dem Südwesten Deutschlands werden sogar über 30 Grad erwartet.

Dieses Wetter zieht Sonnenhungrige natürlich an die frische Luft. In Park und Freibädern, an den Ufern oder Seen oder den Stränden der Meere ist jetzt die Freiluftsaison eröffnet. Denn schließlich gilt in unseren Breitengraden ein leicht gebräunter Teint als attraktiv.

Und das ist auch nicht verkehrt. Denn nach den langen dunklen Wintermonaten brauchen wir die Sonne, um unsere Vitamin-D-Speicher wieder aufzufüllen. Das Sonnenvitamin macht uns wacher, fitter und schützt auch vor einigen Krebsarten. Doch Vorsicht: Auch zuviel Sonne kann gefährlich werden. Die aggressiven Strahlen verbrennen die Haut nicht nur, langfristig können sie die Entstehung von Hautkrebs fördern.

Der richtige Schutz für jeden Hauttyp

Niemand sollte sich länger als 30 Minuten ungeschützt der prallen Sonne aussetzen. Doch es kommt auch auf den Hauttyp an. Dabei gilt: Hellere Haut braucht einen stärkeren Sonnenschutz.

Gerade Menschen mit sehr heller Haut und rötlichem oder hellblondem Haar, die blaue Augen und viele Sommersprossen haben – Dermatologen sprechen vom Hauttyp I (Wiki) – sind schnell gefährdet. Ihre Haut weist einen Eigenschutz von lediglich fünf bis zehn Minuten auf und benötigt einen hohen Lichtschutzfaktor. Ohne Sonnenschutz mit Faktor 30 und 50 kommt es schnell zum schmerzhaften Sonnenbrand, bei dem sich die Haut schließlich schält. Auf eine angenehme Bräune kann der Hauttyp I so nicht hoffen.

Auch Hauttyp II (Wiki) ist geprägt durch sehr helle Haut mit blondem Haar, blauen oder grünen Augen, oft auch mit Sommersprossen. Der Eigenschutz dieser auch meist empfindlichen Haut liegt bei zehn bis 20 Minuten. Mit einem Lichtschutzfaktor von 15 bis 40 ist der Hauttyp II jedoch gut geschützt. Auf zu viel Sonne reagiert dieser Typ mit Rötung und oft mit Sonnenbrand. Die Haut bräunt nur langsam.

Leicht getönte Haut mit dunkelblondem oder hellbraunem Haar – das ist der Hauttyp III (Wiki). Seine Haut weist einen Eigenschutz von 15 bis 25 Minuten auf. Sie wird schnell braun, doch auch hier kommt es hin und wieder zum Sonnenbrand. Ein Lichtschutzfaktor zwischen 12 und 30 schützt diesen Hauttyp optimal.

Hauttyp VI (Wiki) ist recht unempfindliche den Auswirkungen der Sonne gegenüber. Mit brauner Haut, braunem bis schwarzem Haar und braunen Augen kommt Sonnenbrand selten vor. Dafür bräunt die Haut schnell. Doch auch hier gilt: Nach 20 bis 30 Minuten sollte ein Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor zwischen acht und 15 aufgetragen werden, um Hautschädigungen zu vermeiden.
Kinderhaut braucht höheren Schutz

Wichtig ist auch, Kinder mit einem höheren Sonnenschutz zu versorgen. Denn die jugendliche Haut ist wesentlich dünner und nimmt schneller Schaden. So steigt auch das Krebsrisiko, je öfter ein Kind den gefährlichen Strahlen ausgesetzt ist. Denn der Körper nimmt 60 Prozent der UV-Belastung bereits in jungen Jahren auf.

Foto: © delmedio – Fotolia.com

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