Ursachen von Besenreisern und wann sie behandelt werden sollten

Besenreiser sind sehr weit verbreitet, fast jeder zweite leidet darunter. Es handelt sich dabei um erweiterte Venengefäße, die in erster Linie am Fuß auftreten. Besenreiser sind in erster Linie ein kosmetisches Problem und eine Behandlung wird aus diesen Gründen von der Krankenkasse nicht bezahlt.

Trotzdem können die psychischen Probleme, die damit einhergehen, gravierend sein. Darüber hinaus können Besenreiser auf andere Krankheiten, wie zum Beispiel Krampfadern, hinweisen.

Die Ursachen von Besenreisern

Die genaue Ursache von Besenreisern ist nicht geklärt. Eine Möglichkeit ist, dass sie aufgrund einer angeborenen Veranlagung entstehen. Ein anderer Grund ist eine Stauung im Venensystem. Begünstigt werden Besenreiser durch eine Bindegewebsschwäche.

Andere Faktoren sind Übergewicht, mehrere Schwangerschaften oder wenn die Frau die Pille nimmt. Andere Faktoren sind Hitzeeinwirkung, wie sie zum Beispiel durch einen häufigen Saunabesuch oder eine Fußbodenheizung entstehen kann. Manche sehen auch eine übertriebene Massage durch Bürsten als Grund für Besenreiser an.

Die Behandlung

Besenreiser sind keine Krankheit im engeren Sinn und die Behandlung ist dann anzuraten, wenn der Patient unter den unschönen Besenreisern leidet. Dazu sollte man sich an entsprechende Experten, wie die Fachärzte vom Venenzentrum Pforzheim, wenden.

Bevor mit einer Behandlung begonnen werden kann, muss erst einmal genau das Venensystem untersucht werden, damit ein Krampfadernleiden, eine chronisch-venöse Insuffizienz oder eine Leitveneninsuffizienz ausgeschlossen wird. Nachdem diese Krankheiten ausgeschlossen wurden, kann mit der Behandlung von Besenreisern begonnen werden.

Wenn man seine unerwünschten Besenreiser entfernen lassen möchte ist Mittel der ersten Wahl die Verödung, auch Sklerotherapie genannt. Es wird dabei ein Verödungsmittel in die Vene eingespritzt. Dieses Mittel führt zu einer Entzündung der Venenwände. Dadurch kommt es zu einem Gefäßverschluss. Die Besenreißer verschwinden dann durch Resorption. Bei größeren Gefäßen wird sehr häufig die Schaumsklerotisierung durchgeführt. Hier wird das Sklerotisierungsmittel aufgeschäumt und mit feinen Nadeln in die Besenreiser injiziert. Durch den Schaum wird der Verödungseffekt größer, denn der Schaum verdrängt mehr Blut und es kommt zu einem längeren Kontakt mit der Gefäßinnenwand. Allerdings steigt dabei auch die Gefahr von Nebenwirkungen an. Die Flüssigkeit baut der Körper innerhalb von zwei Tagen ab und scheidet sie aus. Nach der Behandlung sollte ungefähr für vier Wochen auf einen Saunabesuch und auf Sonnenbäder verzichtet werden. Als Nebenwirkung können bräunliche Verfärbungen der Haut vorkommen, auch kann es zu kleineren Narben kommen.

Kleine Besenreiser, die an der Oberfläche liegen, können auch mit Lasern behandelt werden. Dazu wird die Haut gekühlt und mit kurzen Impulsen aus dem Laser verschweißt. Diese Behandlung kostet sehr viel Zeit, da immer nur kleine Areale während einer Sitzung behandelt werden können.

HINWEIS: Für eine individuelle und ganzheitliche Beratung suchen Sie bitte den Facharzt Ihres Vertrauens auf!

Foto: © Nobilior – Fotolia.com

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