Blutschwämmchen: Ursachen und Auftritt bei Kindern

Erhalten die Eltern die Nachricht, dass bei ihrem Kind an Hämangiomen festgestellt wurde, ist es die medizinische Bezeichnung für Blutschwämmchen. Im Säuglingsalter sind es die häufigsten, meist ungefährlichen Tumore, wobei Mädchen häufiger als Jungen davon betroffen sind.

Ursachen und Statistiken

Der Statistik zufolge kommt auf 200 Geburten ein Baby mit Blutschwamm. Bei Frühgeburten besteht ein erhöhtes Risiko. In Zahlen ausgedrückt verzehnfacht es sich gegenüber Babys, die zum regulären Zeitpunkt geboren werden. Bei diesen Säuglingen sinkt der prozentuale Anteil der Erkrankungen. Nicht bei allen betroffenen Babys zeigt sich der Blutschwamm direkt nach der Geburt. Bis zu 70 % zeigen die Symptome, des meist ungefährlichen Blutschwamms, erst im Laufe der ersten vier Lebenswochen. Der grafischen Darstellung unter www.blutschwaemmchen.net ist auch zu entnehmen, dass weibliche Säuglinge bis zu drei Mal häufiger diese Tumorform aufweisen.

Diagramm

Quelle: http://www.blutschwaemmchen.net/

Arten der Blutschwämmchen

Es ist bis heute noch nicht vollständig nachgewiesen, weshalb Blutschwämmchen bei einigen Kindern entstehen und bei anderen Babys nicht. Unklar ist auch, weshalb Blutschwamm sich nach einiger Zeit wieder zurückbildet. Klar jedoch ist, dass sie auf die unkontrollierte Teilung der Gefäßzellen beruhen.

Grundsätzlich gibt verschiede Formen von Blutschwämmchen. Es werden unterschieden die kutanen Hämangiome, die subkutanen Hämangiome und die gemischten Hämangiome. Die Differenzierung beruht auf dem Erscheinungsbild. Häufig wird die Haut befallen und das Blutschwämmchen ist nicht mehr als 1 mm dick. In der zweiten Art befindet sich das Blutschwämmchen im Unterhautfettgewebe. Sichtbar wird es als bläuliches Knötchen. Die Mischung betrifft sowohl die Haut als auch die Unterhaut, des Kindes.

Auftrittsort

Blutschwamm tritt bis zu 60 % im Bereich des Kopfes und des Halses auf. Das kann unter Umständen zu psychischen Störungen der Betroffenen führen. Der ästhetische Aspekt, wenn der Blutschwamm das Gesicht befällt, ist größer als die medizinische Notwendigkeit, etwas dagegen zu unternehmen. Die Menschen schauen unwillkürlich auf beerenförmige rötliche Erhebung. Da sich diese in den meisten Fällen ohne Maßnahmen wieder zurückbilden, ist dieser Zustand nur von kurzer Dauer. Dennoch sollte die regelmäßige Kontrolle durch den Hautarzt nicht außer Acht gelassen werden.

Das Hämangiom findet man auch in der Augenhöhle. Dieses wird oft zufällig entdeckt oder ein Hinweis kann die Lageveränderung des Augapfels sein. Wie beim Blutschwamm insgesamt sind auch bei dieser Position, wieder wesentlich mehr Frauen betroffen. Tritt diese Besonderheit im Alter von Erwachsenen auf und tritt das Auge hierbei aus der Augenhöhle vor, besteht Handlungsbedarf. In der Regel besteht diese in der Verödung des Blutschwamms. Laserbehandlungen oder auch Vereisungen zeigen gute Erfolge. Betrifft der Blutschwamm die Leber, ist es meist ein Zufall, dass er entdeckt wird. Er verursacht meist keine Beschwerden und kann bei einer Größe bis zu maximal 5 cm als in der Regel unbedenklich eingestuft werden.

Prognose

Blutschwamm im Babyalter verliert sich meist von selbst. Da es sich um gutartige Tumore handelt, müssen sie oftmals nicht behandelt werden. Dennoch ist eine Kontrolle beim Arzt ratsam.

Foto: © evgenyatamanenko – Fotolia.com

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