Laufschuhe für schwere Läufer: Was beim Kauf beachten?

Die Anforderungen an das Schuhwerk von schweren Läufern sind hoch. Je nach Geschwindigkeit wirken auf den Laufschuh die zwei-bis dreifachen Kräfte des eigenen Körpergewichts auf den Schuh ein. Wer also etwa 90 Kilo wiegt, belastet den Schuh bei jedem Schritt mit ungefähr 180 – 270 Kilogramm.

Ab wann ist ein Läufer „schwer“?

Läuferinnen gelten als schwer, wenn sie mehr als 70 Kilo wiegen und bei den Herren liegt die Grenze bei 95 Kilo. Allerdings handelt es sich hier nur um grobe Richtwerte, da die Körpergröße eine bedeutende Rolle spielt. Bei den oben genannten Gewichtszahlen wurde die Durchschnittsgröße der Damen auf 1,70 Meter und die der Herren auf 1, 85 Meter festgelegt. Wer also seine Körpergröße in ein vernünftiges Gleichgewicht mit seinem Gewicht bringt, sollte anhand dieser Berechnung die Kriterien für seine Laufschuhe bestimmen können. Eine Laufbandanalyse gibt Aufschluss über den richtigen Schuh.

Was bringt eine Laufbandanalyse?

Schwere Läufer sollten sich vor dem Kauf der Laufschuhe einer ordentlich durchgeführten Laufbandanalyse unterziehen. Sport-Fachgeschäfte bieten diesen Service meist kostenlos an. Dabei wird der Bewegungsablauf des Läufers exakt erfasst und eventuelle Fehlstellungen erkannt. Bewegungsfehler schleichen sich oft über Jahre ein und werden vom Läufer selbst überhaupt nicht als Fehler wahrgenommen. Wirken dann die Kräfte beim Laufen falsch auf das komplizierte Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken ein, kann dies zu enormen Abnutzungserscheinungen oder Gelenkschäden führen. Das Ergebnis einer solchen Laufbandanalyse ermöglicht es, ein Schuhmodell zu wählen, das diese Fehlstellung korrigiert und ausbügelt.

Weiter Quellen zur Laufbandanalyse:
http://www.joggen-online.de/anfaenger/der-richtige-laufschuh/laufbandanalyse.html
http://www.fitforfun.de/sport/laufen/ausruestung/laufschuh-laeden/lauflaeden-check-wie-gut-ist-die-beratung_aid_7434.html
http://www.onmeda.de/sport/laufschuhe_interview-laufbandanalyse-15928-3.html

…und ein Video von YouTube:

Welche Anforderungen erfüllt ein Laufschuh für schwere Läufer?

Laufschuhe für schwere Personen zeichnen sich durch einige Merkmale aus. Sie sollten dem Fuß Stabilität geben und ihm ein korrektes Abrollen ermöglichen.

Die Zwischensohle und die Pronationsstütze
Die meisten Laufschuhe für schwere Läufer sind mit einer Pronationsstütze ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen Schaumkeil, der in die Zwischensohle eingearbeitet wurde, um dem Fuß Stabilität zu verleihen. Mit dieser Stütze wird das zu starke Einknicken des Fußes nach innen verhindert. Die Zwischensohle selbst sollte über eine höhere „Shorehärte“ verfügen. Durch diesen stärkeren Härtegrad wird eine Dämpfung des Körpergewichts erreicht und die Zwischensohle verformt sich nicht so schnell.

Das Schaftmaterial und die Fersenkappe
Der Schuh soll dem Fuß einen festen Halt geben und ein Verrutschen verhindern. Dazu ist eine stabile Fersenkappe, einer fester Mittelfußgurt und spezielles Schaftmaterial notwendig. Der Fuß wird von der Fersenkappe schützend gestützt und der Mittelfußgurt stabilisiert den Fuß in seiner Gesamtheit. Dabei trägt sich der Schuh im Idealfall zu jedem Zeitpunkt bequem und komfortabel.

Die Außensohle
Der Außensohle kommt eine besondere Bedeutung zu. Laufschuhe für schwere Läufer sind meist mit einer härteren Gummimischung auf der Außensohle versehen. Damit wird einem Verformen entgegengewirkt und die Geometrie des Schuhs bleibt lange erhalten. Zudem gibt die Sohle dem Läufer auch unter erschwerten Bedingungen Sicherheit und Stabilität – ein nicht zu unterschätzender Aspekt.

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